Britische Notenbank will Inflation nicht mit Notenpresse anheizen

Der britische Notenbankchef Mark Carney hält nichts davon, mit dem Anwerfen der Notenpresse die niedrige Inflation anzuheizen. Dieser Schritt wäre derzeit "äußerst töricht", sagte Carney am Dienstag vor einem Parlamentsausschuss in London. Eine solche Maßnahme greife besser, wenn Märkte aus dem Tritt geraten seien. In Großbritannien herrsche eher Normalität vor.


Die Europäische Zentralbank hat jüngst die Geldschleusen mit einem großangelegten Staatsanleihen-Programm geöffnet, um die stockende Kreditvergabe und letztlich die Wirtschaft in der Euro-Zone anzukurbeln. Zudem will sie damit die weit unter dem Zielwert der EZB dahindümpelnde Inflationsrate wieder schrittweise nach oben treiben. Zuletzt waren die Preise in der Währungsunion um 0,3 Prozent zum Vorjahr gefallen. In Großbritannien lag die Inflationsrate im Januar noch bei 0,3 Prozent. Doch Carney erwartet, dass sie in den nächsten Monaten näher an die Nullmarke heranrücken wird und dort "für den Rest des Jahres" zumeist verharren wird.

Die Bank of England (BoE) hatte am 5. März beschlossen, ihr seit langem ruhendes Anleihen-Kaufprogramm im Volumen von 375 Milliarden Pfund nicht zu auszuweiten. An den Märkten wird nicht vor Anfang kommenden Jahres mit einer Erhöhung des historisch niedrigen Zinsniveaus von derzeit 0,5 Prozent gerechnet. Carney betonte vor dem Wirtschaftsausschuss des Oberhauses, die Zinserhöhungen würden schrittweise erfolgen.

Zugleich blickt die Notenbank mit zunehmendem Optimismus auf den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft auf der Insel. Die Zeichen mehrten sich, dass es stärkere Lohnzuwächse gebe und die Firmen ihre Maschinen und Anlagen immer besser auslasteten. Sollte sich allerdings das schleppende Produktivitätswachstum als nachhaltig erweisen, wäre dies ein Grund zur Sorge, sagte Carney.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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