Britische Barclays-Bank rutschte 2014 in die roten Zahlen

London - Die britische Barclays-Bank ist im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gerutscht. Das Finanzinstitut vermeldete am Dienstag in London einen Nettoverlust von 174 Mio. Pfund (238,6 Mio. Euro) für 2014. Im Vorjahr hatte Barclays noch einen Nettogewinn von 540 Mio. Pfund erzielt.

Negativ zu Buche schlugen vor allem hohe Kosten im Zusammenhang mit dem Skandal um mögliche Manipulationen am Devisenmarkt. Die Bank habe 1,25 Mrd. Pfund "für laufende Ermittlungen und Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit dem Devisenmarkt" zur Seite legen müssen, davon allein 750 Mio. Pfund im letzten Quartal 2014, erklärte Barclays. Im Oktober hatte die Bank angekündigt, 500 Mio. Pfund für mögliche Kosten und Strafen im Zuge der Ermittlungen vorzuhalten.

Derzeit gehen Regulierungsbehörden weltweit dem Verdacht von Manipulationen am Devisenmarkt nach. In Großbritannien ermitteln das Büro für schweren Finanzbetrug (SFO) und die Finanzaufsicht FCA wegen des Verdachts auf betrügerisches Verhalten am Devisenmarkt, an dem täglich drei Billionen Pfund gehandelt werden.

Barclays stand 2012 bereits im Zentrum des Skandals um die Manipulation des international wichtigen Zinssatzes Libor, zu dem sich Banken am Finanzplatz London untereinander Geld leihen. Damals musste Barclays 290 Mio. Pfund zahlen, um den Ermittlungen der Regulierungsbehörden in Großbritannien und den USA zu mutmaßlichen Zinsmanipulationen ein Ende zu setzen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker