Brexit-Lager startet EM-Tippspiel mit Millionengewinn

Die Brexit-Befürworter machen Stimmung mit einem EM-Tippspiel. Beobachter sehen den Versuch der Organisatoren, gezielt für EU-Austritt zu werben. Dem Gewinner winken 50 Millionen Pfund. Es müssen allerdings Sieger oder Remis aller 51 Matches in Frankreich vorausgesagt werden.

London. Das Brexit-Lager hat knapp vier Wochen vor dem EU-Referendum in Großbritannien eine Belohnung von 50 Millionen Pfund (65,82 Mio. Euro) ausgesetzt, falls jemand alle Partien der Fußball-EM korrekt tippt. Jeder Teilnehmer habe die Chance, so viel Geld zu bekommen, "wie es sonst nur Banker oder EU-Abgeordnete erhalten", sagte der Leiter der "Vote Leave"-Kampagne, Dominic Cummings, am Freitag.

Wer bei dem Tippspiel mitmachen will, muss sich registrieren und auch angeben, wie er am 23. Juni beim Referendum über den EU-Verbleib abstimmen möchte oder ob er noch unentschieden ist. Überdies wird abgefragt, wie sehr sich die Teilnehmer für das Referendum interessieren.

Beobachter sehen darin vor allem den Versuch, bei den Tippspiel-Teilnehmern ganz gezielt für den EU-Austritt werben zu können. "Das ist zweifelsohne die kühnste Datensammlung in der politischen Geschichte Großbritanniens", schrieb James Forsyth vom Magazin "The Spectator" in einem Blog.

Die Gewinnsumme von 50 Millionen Pfund winkt nicht aus Zufall: So viel überweist das Königreich nach Berechnungen der EU-Gegner täglich für den Gemeinschaftshaushalt nach Brüssel. Unabhängigen Experten zufolge liegt der Betrag eher bei 40 Millionen pro Tag.

Die Tipps müssen bis zum 9. Juni abgegeben werden - einen Tag vor dem Anpfiff der EM in Frankreich. Gesetzt werden kann auf Niederlage, Sieg oder Remis, nicht auf die exakten Ergebnisse. Es ist extrem unwahrscheinlich, dass jemand alle 51 Spiele korrekt voraussagt. Für den Fall hat das "Vote Leave"-Lager eine Versicherung abgeschlossen, um die 50 Millionen Pfund auszahlen zu können. Derjenige, der die meisten Partien richtig tippt, soll den Gewinn unabhängig von seiner Entscheidung am 23. Juni erhalten.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro