Brexit-Gegner liegen in Großbritannien leicht vorn

Nach einer Umfrage gibt es eine hauchdünne Mehrheit von 51 Prozent für Verbleib Großbritanniens in der EU.

London. In Großbritannien halten sich die Befürworter und Gegner eines EU-Austritts (Brexit) weiter nahezu die Waage. Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Instituts ORB für die Zeitung "Independent" würde derzeit eine hauchdünne Mehrheit von 51 Prozent für einen Verbleib des Landes in der EU stimmen.

Damit gewann das Lager der EU-Befürworter gegenüber der vorherigen ORB-Umfrage vor einem Monat etwas dazu. Damals hatten nur 48 Prozent angegeben, bei dem Referendum am 23. Juni gegen einen Brexit stimmen zu wollen.

Insgesamt ergeben die Umfragen in Großbritannien derzeit ein unklares Bild. So hatte eine am Dienstag veröffentlichte Telefon-Umfrage des Instituts Ipsos MORI einen Vorsprung der EU-Befürworter von acht Prozentpunkten ergeben, was allerdings ein Rückgang um zehn Punkte bedeutete. Online durchgeführte Befragungen deuten dagegen auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen beider Lager hin.

Der ORB-Umfrage zufolge tendieren 77 Prozent der jungen Wähler zwischen 18 und 24 Jahren zu einem Verbleib in der EU, während nur 40 Prozent der Briten über 65 Jahren Großbritannien weiter in der EU sehen wollen. Zugleich erwarten Meinungsforscher aber, dass die Wahlbeteiligung junger Briten geringer sein wird als die ihrer älteren Mitbürger.

Der britische Finanzminister George Osborne, der zu den entschiedenen Gegnern eines Brexit gehört, warnte seine Landsleute erneut vor den Folgen eines EU-Austritts. Das auf neue Rekordstände gewachsene Leistungsbilanz-Defizit des Landes zeige, dass jetzt nicht die Zeit sei, die EU zu verlassen. Angesichts des unsicheren Ausblicks für das Wirtschaftswachstum dürfe die ökonomische Sicherheit des Landes nicht durch einen EU-Austritt aufs Spiel gesetzt werden, warnte der Schatzkanzler.

Washington/Berlin (APA/dpa)Die deutsche Industrie hat die geplante massive Senkung der Unternehmensteuern in den USA als "absolute Kampfansage" bezeichnet. Die Folge wären Wettbewerbsverzerrungen, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
 

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US-Steuersenkungen für Unternehmen "Kampfansage"

Brüssel (APA/dpa/AFP) - Die wegen des Ukraine-Konflikts verhängten Wirtschaftssanktionen gegen Russland werden verlängert. Darauf einigten sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten am Donnerstagabend in Brüssel, wie EU-Ratspräsident Donald Tusk auf Twitter mitteilte.
 

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EU verlängert Wirtschaftssanktionen gegen Russland

Berlin/London (APA/Reuters) - EU-Budgetkommissar Günther Oettinger bezweifelt, ob die britische Premierministerin Theresa May ihre Brexit-Zusagen letztlich durchsetzen kann. Angesichts der Fortschritte in den bisherigen Verhandlungen könne die Kommission zwar vorschlagen, über die Ausgestaltung der künftigen Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien zu sprechen, sagte Oettinger am Freitag dem Deutschlandfunk.
 

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Brexit - Oettinger: Können bei Mays Zusagen nicht ganz sicher sein