Brexit - Experte: Pfund müsste 30 Prozent abwerten

Wien - Metzler-Chefvolkswirt Edgar Walk hat vor einem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) gewarnt. "Man sollte das Risiko eines Brexit auf keinen Fall unterschätzen", sagte er am Dienstag in Frankfurt. Dem Land drohe danach eine schwere Rezession, die wirtschaftlichen Folgen wären schwerwiegend. "Die große Angst ist, dass nach einem Brexit weniger Geld ins Land fließt."

Großbritannien habe heute schon ein Leistungsbilanzdefizit von mehr als fünf Prozent, und der Export von Waren würde im Falle eines EU-Austritts noch schwerer. Länder mit negativen Leistungsbilanzen importieren mehr als sie exportieren. Dadurch übersteigen die Ausgaben die Einnahmen, und die Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland erhöhen sich.

Nach Einschätzung von Walk müsste das Pfund im Falle eines Brexit um 30 Prozent abwerten. Seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 schwächte sich die britische Währung bereits um rund ein Viertel ab. Am Dienstag kostete ein Pfund Sterling 1,4611 Dollar, so viel wie seit zehn Wochen nicht mehr. Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass die Briten beim Referendum am 23. Juni für einen Verbleib in der EU stimmen.

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission hält ungeachtet der Neuwahl-Spekulationen in Großbritannien an einer Brexit-Verhandlungslösung fest. Eine EU-Kommissionssprecherin sagte am Montag in Brüssel, man bleibe einem Deal mit Großbritannien verpflichtet. Die Verhandlungen würden weitergehen. Diese sollten auch eine Vereinbarung zu den Bürgerrechten bringen.
 

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Brexit - EU-Kommission hält an Verhandlungslösung mit London fest

Wien (APA) - Die meisten Schülerinnen und Schüler bekommen Taschengeld, aber oft zu viel oder zu wenig gemessen an den Empfehlungen. Mit zunehmendem Alter sparen Kinder bzw. Jugendliche immer seltener, und viele borgen sich Geld aus, das nicht jedes Mal zurückgezahlt wird. Das sind Erkenntnisse aus einer Erhebung der Universität Wien, die bei einer Pressekonferenz mit der Münze Österreich vorgestellt wurde.
 

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Taschengeld: Höhe entspricht oft nicht den Empfehlungen

Santander/Wien (APA) - Die Österreich-Tochter der spanischen Santander Bank, die Santander Consumer Bank, hat im ersten Halbjahr ihr Geschäftsvolumen um rund zehn Prozent erhöht. Das Kreditvolumen legte im Jahresabstand um 9,3 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro zu, die Einlagen um 9,8 Prozent auf 1,355 Mrd. Euro und die Zahl der Kundenverträge um 10,2 Prozent auf 490.310, teilte die Bank am Montag mit.
 

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Santander Bank in Österreich um zehn Prozent gewachsen