Brexit: Britischer Notenbankchef beklagt "fast maximale Unsicherheit"

Ingelheim/London (APA/Reuters) - Die Hängepartie bei den Brexit-Verhandlungen macht der britischen Wirtschaft zu schaffen. Notenbankchef Mark Carney sprach am Donnerstag von einem Zustand "annähernd maximaler Unsicherheit", mit dem die Unternehmen auf der Insel konfrontiert seien.

Dass die Firmen daher sehr vorsichtig vorgingen, sei verständlich. Er verwies auf die jüngste Umfrage des Forschungsinstituts IHS. Es ermittelte, dass die Industrie so langsam wächst wie seit dem Brexit-Referendum Mitte 2016 nicht mehr und zum Jahresende sogar zu schrumpfen droht.

Laut Carney ist ein harter Brexit nicht das wahrscheinlichste Szenario für die Notenbank. Wenn es wider Erwarten dennoch dazu kommen sollte, würde dies zu "logistischen Herausforderungen" führen - zum Beispiel in den Häfen. Einer Reihe von Unternehmen werde es dann schwerfallen, unter Volllast zu arbeiten. Falls es aber zu einer Übereinkunft mit der EU kommen sollte, sei ein Anziehen der Nachfrage zu erwarten. Eine Vereinbarung zum geregelten EU-Ausstieg könne daher neue Kräfte in der Wirtschaft freisetzen.

Die Brexit-Unsicherheit wirkt sich seit längerem auf die Wirtschaft des Landes aus. Firmen klagen über den Verlust von Aufträgen. Eine Unterstützung für heimische Unternehmen lehnt die Regierung Wirtschaftskreisen zufolge aber ab. Großbritannien will der EU Ende März 2019 den Rücken kehren. Ohne eine Regelung über die künftigen Beziehungen könnten beispielsweise die in London ansässigen Finanzinstitute keine wichtigen Dienstleistungen mehr für EU-Kunden erbringen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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