Brexit - Spannungen zwischen London und Schottland nehmen zu

Edinburgh (APA/Reuters) - Im Brexit-Streit verhärten sich die Fronten zwischen der britischen Regierung und Schottland. Die Chefin der schottischen Regionalregierung, Nicola Sturgeon, erklärte am Dienstag, sie werde den nächsten rechtlichen Schritten für den Brexit nicht zustimmen.

Sie reagierte damit auf Signale von Premierministerin Theresa May, dass es keine weiteren Zugeständnisse an Schottland, Wales und Nordirland geben werde. Die Landesteile befürchten, dass sie im Zusammenhang mit einer konstitutionellen Neuordnung nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union Machtbefugnisse verlieren könnten.

Sturgeon sagte im Rundfunksender BBC, sie werde nichts unterzeichnen, was die Grundlagen untergrabe, auf denen die Rechte Schottlands basierten. Die einzelnen britischen Nationen haben zwar kein Vetorecht bei den Brexit-Gesetzen. Werden ihre Belange jedoch ignoriert, könnte das die ohnehin schon gespannten Beziehungen zur Regierung in London weiter belasten und den EU-Scheidungsprozess erschweren.

Am Montag hatte der britische Minister David Lidington gesagt, die Regierung in London könnte einzelne der an Schottland, Wales und Nordirland übertragenen Rechte zurücknehmen, wenn der Status quo dem Vereinigten Königreich schade. Viele Schotten wollen in der EU bleiben. Vor dem Brexit-Referendum hatten sie sich in einer Volksabstimmung noch für einen Verbleib in Großbritannien ausgesprochen. Der Brexit könnte den nationalistischen Kräften jedoch Auftrieb geben. Sturgeon hat ein neues Unabhängigkeitsreferendum in Aussicht gestellt, wenn die Brexit-Konditionen und die Folgen für Schottland klar sind.

London (APA/Reuters) - Sechs Monate vor dem geplanten EU-Austritt Großbritanniens ist die erwartete massenhafte Verlagerung von Jobs in der Finanzbranche bisher ausgeblieben. Lediglich 630 Arbeitsplätze seien in andere Länder verschoben worden, geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Reuters-Umfrage hervor.
 

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Brexit - Britische Finanzbranche verlagerte bisher nur 630 Jobs

Wiesbaden (APA/dpa/Reuters) - Die gute Konjunktur hat die Schulden der öffentlichen Haushalte in Deutschland im ersten Halbjahr 2018 um 46,5 Milliarden Euro sinken lassen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte waren Ende Juni mit rund 1,93 Billionen Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch auf der Basis vorläufiger Erhebungen mitteilte.
 

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Deutschlands Schuldenberg verringerte sich um über 46 Milliarden Euro

Mailand (APA) - Die Bank Austria-Mutter UniCredit reagiert mit einem "No comment" auf Mediengerüchte über eine angeblich 2019 geplante große Fusion mit einem englischen oder niederländischen Geldhaus. Die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" spekulierte am Mittwoch über Akquisitionspläne des UniCredit-Vorstandschefs Jean-Pierre Mustier im kommenden Jahr.
 

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UniCredit: No Comment zu Gerüchten über Fusionspläne 2019