Brexit - May sieht glänzende Zukunft nach EU-Austritt

London (APA/Reuters) - Die britische Premierministerin Theresa May sagt ihrem Land eine glänzende Zukunft nach dem EU-Austritt voraus. Insbesondere beim Handel könne der Brexit Vorteile bringen, sagte sie am Donnerstag, genau ein Jahr vor dem geplanten Austritt. "Ich bin davon überzeugt, dass wir ein gutes Abkommen erreichen können, ohne Zölle und mit einem so reibungslosen Handel wie möglich", so May.

Großbritannien werde die EU-Märkte behalten und gleichzeitig weitere Märkte im Rest der Welt erschließen, sagte May in Interviews. "Der Brexit hält Chancen für uns bereit."

May bereist derzeit das über den EU-Austritt gespaltene Land. Den Befürwortern dauert der ganze Prozess zu lange, außerdem befürchten sie, dass er rückgängig gemacht werden könnte. Die EU-Anhänger wollen keinen radikalen Bruch mit der EU, einige von ihnen verlangen gar eine zweite Volksabstimmung. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Meinungsumfrage sehen die Briten die Rolle ihrer Regierungschefin bei den Austrittsverhandlungen skeptisch. 44 Prozent halten die Politik Mays für chaotisch, nur 29 Prozent sind der Ansicht, dass es ihrem Haushalt nach dem Brexit bessergehen dürfte.

Nach Einschätzung der EU dürfte der Handel für Großbritannien nach dem Brexit schwieriger werden, sollte das Vereinigte Königreich den gemeinsamen Markt und die Zollunion verlassen. Auf den Austritt in kommenden Jahr folgt eine knapp zweijährige Übergangsphase. Diese sollte nach Ansicht von Handelsminister Liam Fox nicht über das Jahr 2020 hinaus verlängert werden. Eine Verlängerung würde bei den Briten nicht auf Zustimmung stoßen, sagte er dem Sender BBC.

Ihre Rundreise wird May neben Schottland auch in Regionen Englands, von Wales und Nordirland führen. Der EU-Austritt werde den Zusammenhalt den Vereinigten Königreichs stärken, sagte sie. "Unsere Union ist die erfolgreichste der Welt."

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht