Brexit - Labour-Chef Corbyn für Zollunion mit EU nach Austritt

London (APA/Reuters) - Der britische Oppositionschef Jeremy Corbyn strebt nach dem britischen Ausstieg aus der Europäischen Union offenbar enge Handelsbeziehungen mit den verbleibenden 27 EU-Ländern an. In Auszügen einer für Montag erwarteten Rede plädiert der Labour-Vorsitzende für eine neue und starke Beziehung zum Binnenmarkt, die einen zollfreien Zugang beinhalte.

Mit Spannung wird erwartet, ob Corbyn Unterstützung für die Rebellion einer Gruppe pro-europäischer Konservativer andeutet, die Großbritannien nach dem Brexit in einer Zollunion mit der EU halten wollen. Premierministerin Theresa May hat eine Zollunion ausgeschlossen, auch im Hinblick auf die angestrebten neuen Handelsabkommen mit schnell wachsenden Ländern wie China und Indien.

May ist als Chefin einer Minderheitsregierung ohne eigene Mehrheit im Parlament angreifbar. Mit einem Unterstützungssignal an die pro-europäischen Rebellen in den Reihen der Konservativen könnte Corbyn darauf abzielen, ihre Autorität zu untergraben. Allerdings steht auch Corbyn wie May für einen Austritt aus der EU. Für die einen sei der Brexit eine Katastrophe, für andere verheiße der EU-Austritt ein Land, in dem Milch und Honig flössen, heißt es in Corbyns Redeentwurf. Großbritannien habe es in den eigenen Händen: "Brexit ist das, was wir daraus machen."

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

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Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

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Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

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IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen