Brexit - Labour-Chef Corbyn für Zollunion mit EU nach Austritt

London (APA/Reuters) - Der britische Oppositionschef Jeremy Corbyn strebt nach dem britischen Ausstieg aus der Europäischen Union offenbar enge Handelsbeziehungen mit den verbleibenden 27 EU-Ländern an. In Auszügen einer für Montag erwarteten Rede plädiert der Labour-Vorsitzende für eine neue und starke Beziehung zum Binnenmarkt, die einen zollfreien Zugang beinhalte.

Mit Spannung wird erwartet, ob Corbyn Unterstützung für die Rebellion einer Gruppe pro-europäischer Konservativer andeutet, die Großbritannien nach dem Brexit in einer Zollunion mit der EU halten wollen. Premierministerin Theresa May hat eine Zollunion ausgeschlossen, auch im Hinblick auf die angestrebten neuen Handelsabkommen mit schnell wachsenden Ländern wie China und Indien.

May ist als Chefin einer Minderheitsregierung ohne eigene Mehrheit im Parlament angreifbar. Mit einem Unterstützungssignal an die pro-europäischen Rebellen in den Reihen der Konservativen könnte Corbyn darauf abzielen, ihre Autorität zu untergraben. Allerdings steht auch Corbyn wie May für einen Austritt aus der EU. Für die einen sei der Brexit eine Katastrophe, für andere verheiße der EU-Austritt ein Land, in dem Milch und Honig flössen, heißt es in Corbyns Redeentwurf. Großbritannien habe es in den eigenen Händen: "Brexit ist das, was wir daraus machen."

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht