Brexit - Keine abschließende Einigung zwischen Juncker und May

London/Brüssel (APA) - Das Treffen zwischen EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und der britischen Premierministerin Theresa May am Montag in Brüssel hat keine abschließende Einigung zu den Brexit-Verhandlungen gebracht. Trotz bester Bemühungen und Fortschritten sei es nicht möglich gewesen, heute eine komplette Einigung zu erreichen, sagte Juncker nach dem Treffen.

Juncker zeigte sich aber zuversichtlich, dass bis zum Gipfel Mitte Dezember eine Vereinbarung erzielt werde. Auch May sagte, sie sei zuversichtlich, "dass wir das positiv abschließen". May sagte sie wolle mit Juncker noch vor dem Wochenende wieder zusammenkommen. Auch sie sprach von vielen Fortschritten, "einige Fragen bleiben offen".

Um welche Punkte es sich handelt, wurde nicht gesagt. Besonders schwierig schien zuletzt die Frage der künftigen Grenze Irland-Nordirland. Dies sowie die Bürgerrechte und die britischen Brexit-Kosten müssen nach dem Verständnis der EU gelöst sein, bevor über die künftigen Beziehungen mit London verhandelt werden kann. Juncker sagte, May sei "eine harte Verhandlerin, keine einfache". Er mache dasselbe für die EU.

May wollte anschließend noch mit EU-Ratspräsident Donald Tusk zusammentreffen.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht