Brexit - Katainen: Schlechtere Bedingungen beim Handel für London

London/Brüssel (APA) - Illusionslos gibt sich die EU bei den Brexit-Verhandlungen: Der Vizepräsident der EU-Kommission Jyrki Katainen erklärte am Donnerstag, erstmals "verhandeln wir ein Handelsabkommen aus, um die Bedingungen schlechter zu machen als sie vorher sind. Bisher war es eher so, dass man ein besseres Handelsumfeld" erreichen wollte. "Hier ist es andersrum. Das ist leider so, und das können wir nicht ändern."

Ob die jüngsten Aussagen des britischen Finanzministers Philip Hammond für ein Handelsabkommen, in denen er eine Nichteinbeziehung der Finanzdienstleistungen als nicht fair bezeichnet hatte, unrealistisch seien, wollte Katainen nicht beantworten. "Natürlich hat das Abkommen auch Auswirkungen auf die Finanzbranche. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendeiner Branche auf dem europäischen Markt besser gehen wird, als das momentan der Fall ist."

Es wäre "unverantwortlich zu sagen, alles wird schon reibungslos ablaufen". Deswegen sei es notwendig, dass sich die EU auf jedes Szenario, auch beim Finanzsektor, vorbereite. Er habe aber schon Rückmeldungen vom europäischen Finanzbereich gehört, "die sind gut vorbereitet. Die gehen realistisch vor und nehmen nicht zu viele Risiken auf sich. Deren Pflicht ist es ja, die Kunden zu schützen."

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker