Brexit - Katainen: Schlechtere Bedingungen beim Handel für London

London/Brüssel (APA) - Illusionslos gibt sich die EU bei den Brexit-Verhandlungen: Der Vizepräsident der EU-Kommission Jyrki Katainen erklärte am Donnerstag, erstmals "verhandeln wir ein Handelsabkommen aus, um die Bedingungen schlechter zu machen als sie vorher sind. Bisher war es eher so, dass man ein besseres Handelsumfeld" erreichen wollte. "Hier ist es andersrum. Das ist leider so, und das können wir nicht ändern."

Ob die jüngsten Aussagen des britischen Finanzministers Philip Hammond für ein Handelsabkommen, in denen er eine Nichteinbeziehung der Finanzdienstleistungen als nicht fair bezeichnet hatte, unrealistisch seien, wollte Katainen nicht beantworten. "Natürlich hat das Abkommen auch Auswirkungen auf die Finanzbranche. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendeiner Branche auf dem europäischen Markt besser gehen wird, als das momentan der Fall ist."

Es wäre "unverantwortlich zu sagen, alles wird schon reibungslos ablaufen". Deswegen sei es notwendig, dass sich die EU auf jedes Szenario, auch beim Finanzsektor, vorbereite. Er habe aber schon Rückmeldungen vom europäischen Finanzbereich gehört, "die sind gut vorbereitet. Die gehen realistisch vor und nehmen nicht zu viele Risiken auf sich. Deren Pflicht ist es ja, die Kunden zu schützen."

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

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Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

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Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

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IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen