Brexit - Katainen: Schlechtere Bedingungen beim Handel für London

London/Brüssel (APA) - Illusionslos gibt sich die EU bei den Brexit-Verhandlungen: Der Vizepräsident der EU-Kommission Jyrki Katainen erklärte am Donnerstag, erstmals "verhandeln wir ein Handelsabkommen aus, um die Bedingungen schlechter zu machen als sie vorher sind. Bisher war es eher so, dass man ein besseres Handelsumfeld" erreichen wollte. "Hier ist es andersrum. Das ist leider so, und das können wir nicht ändern."

Ob die jüngsten Aussagen des britischen Finanzministers Philip Hammond für ein Handelsabkommen, in denen er eine Nichteinbeziehung der Finanzdienstleistungen als nicht fair bezeichnet hatte, unrealistisch seien, wollte Katainen nicht beantworten. "Natürlich hat das Abkommen auch Auswirkungen auf die Finanzbranche. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendeiner Branche auf dem europäischen Markt besser gehen wird, als das momentan der Fall ist."

Es wäre "unverantwortlich zu sagen, alles wird schon reibungslos ablaufen". Deswegen sei es notwendig, dass sich die EU auf jedes Szenario, auch beim Finanzsektor, vorbereite. Er habe aber schon Rückmeldungen vom europäischen Finanzbereich gehört, "die sind gut vorbereitet. Die gehen realistisch vor und nehmen nicht zu viele Risiken auf sich. Deren Pflicht ist es ja, die Kunden zu schützen."

London (APA/dpa) - Arbeitnehmer aus EU-Staaten müssen womöglich in Zukunft hohe Hürden bei einer Einwanderung nach Großbritannien überwinden. Sie sollten nach dem Brexit denselben Einwanderungsregeln unterliegen wie Migranten von außerhalb der Europäischen Union, empfahl eine von der britischen Regierung in Auftrag gegebene Studie. Experten stellten die Ergebnisse am Dienstag in London vor.
 

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Experten raten London zu harter Linie gegen EU-Migranten nach Brexit

Ratingen/Hongkong (APA/dpa) - Der Modekonzern Esprit will wegen tiefroter Zahlen seine Kosten deutlich senken. Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2017/18, das am 30. Juni endete, hatte das Unternehmen mit Firmensitz im deutschen Ratingen und Börsennotierung in Hongkong einen Nettoverlust von rund 2,5 Milliarden Hongkong Dollar (rund 270 Mio Euro) angehäuft, wie das Unternehmen am Dienstag in Hongkong mitteilte.
 

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Rote Zahlen - Modekonzern Esprit will Kosten senken

Los Gatos/Berlin (APA/dpa-AFX) - Der Chef des Medienkonzerns Axel Springer, Mathias Döpfner, zieht in den Verwaltungsrat des Videostreamingdienstes Netflix ein. Die US-Firma erhoffe sich davon "wertvolle Perspektiven und wichtige Einblicke für den Ausbau und die kontinuierliche Verbesserung unseres weltweiten Angebots", erklärte Gründer und Chef Reed Hastings am Dienstag.
 

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Springer-Chef kommt in Netflix-Verwaltungsrat