Brexit - EU will Zugang für Banken aus Großbritannien begrenzen

Wien/London (APA/Reuters/dpa-AFX) - Die Europäische Union will Großbritannien ein Freihandelsabkommen ohne einen freien Zugang für Banken aus dem Königreich zum Binnenmarkt anbieten. Bei Dienstleistungen sei das Ziel der EU, einen Marktzugang unter den Regeln des jeweiligen Gastlandes zu gewähren, heißt es im Entwurf für die Leitlinien aller 27 EU-Staaten, aus dem Reuters am Mittwoch zitierte.

Die Leitlinien sollen den Verhandlungen der EU-Unterhändler mit der britischen Regierung über die künftigen Beziehungen nach dem Brexit dienen.

In dem Text heißt es, dass die Regelung dem Umstand Rechnung tragen solle, dass Großbritannien nach dem EU-Austritt ein Drittland sei. Außerhalb der Zollunion und des Binnenmarktes zu sein bedeute, dass Störungen der Handelsströme unvermeidlich seien.

Die britische Regierung hatte sich ein umfassenderes Angebot der EU erhofft, das auch den freien Zugang für die Banken aus der City of London enthält.

Die EU-Leitlinien sollen noch im Tagesverlauf von EU-Ratspräsident Donald Tusk vorgestellt werden. Der Entwurf der Verhandlungsrichtlinien widerspricht im Wesentlichen den Vorstellungen, die die britische Premierministerin Theresa May am Freitag ausgeführt hatte.

Die Tiefe der künftigen Beziehungen sei wegen einseitiger Vorgaben der britischen Seite begrenzt, darunter der Wunsch, nach dem EU-Austritt 2019 auch aus dem Binnenmarkt und aus der Zollunion auszuscheiden, heißt es in dem Entwurf. "Rosinenpicken" sei nicht möglich - auch nicht, wie von May gewünscht, mit dem Zugang zum Binnenmarkt nur in einzelnen Wirtschaftsbranchen. Dies würde die Integrität und das Funktionieren des Binnenmarkts unterminieren, heißt es weiter.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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