Brexit - Deutsche-Bank-Vorstand für Übergangsperiode

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Deutsche Bank fordert baldige Klarheit in den Verhandlungen über den EU-Austritt Großbritanniens und macht sich für eine Übergangsperiode stark. "Die Uhr tickt", sagte Regulierungsvorstand Sylvie Matherat am Freitag auf einer Bankenkonferenz in Frankfurt. "Die Banken haben keine andere Wahl, als sich auf einen harten Brexit vorzubereiten."

Bereits Anfang 2018 müssten sie Entscheidungen treffen, um ihre Kunden auch nach dem EU-Austritt Großbritanniens im März 2019 bedienen zu können. Matherat setzte sich für eine Übergangsperiode nach dem Brexit ein, damit sich Banken und Aufseher an die neuen Gegebenheiten anpassen können.

"Wir brauchen eine Übergangsperiode von mindestens zwei Jahren." Unter anderem müsse sichergestellt werden, dass Kundendaten auch künftig zwischen den EU-Standorten und Großbritannien ausgetauscht werden können und dass bestehende Verträge ihre Gültigkeit behalten.

Vor einer Einigung auf weltweit gültige Kapitalvorschriften für Banken sollten der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht und die Europäische Union weitere Auswirkungsstudien durchführen, forderte Matherat. Die Folgen des neuen Regelwerks für Banken und Volkswirtschaften seien nicht klar.

Insidern zufolge wollen die Chefs der Notenbanken und Bankaufsichtsbehörden (GHOS) das unter dem Stichwort "Basel III" bekannte Reformpaket bei einem Treffen am 7. Dezember absegnen. Beim wichtigsten Streitpunkt, wie stark Banken die Risiken in ihren Bilanzen mit eigenen Modellen herunterrechnen dürfen ("Output Floor"), hatte sich zuletzt ein Kompromiss abgezeichnet: demnach soll der errechnete Kapitalbedarf nicht unter 72,5 Prozent des nach einem Standard-Modell ermittelten Werts fallen dürfen. "Auch ohne einen Output Floor steigen die Kapitalanforderungen erheblich", sagte Matherat.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne