Brexit - Britische Premierministerin weist Kritik an Strategie zurück

London (APA/AFP) - Die britische Premierministerin Theresa May hat Kritik an ihrem Führungsstil und der Brexit-Strategie ihrer Regierung scharf zurückgewiesen. Sie sei "kein Drückeberger" und habe "eine langfristige Aufgabe" zu erfüllen, sagte May am Mittwoch bei einem Besuch in China vor mitreisenden Journalisten.

"Ich diene in erster Linie meinem Land und meiner Partei", fügte sie mit Blick auf Kritik aus den Reihen ihrer konservativen Tories hinzu. Die langfristige Aufgabe sei, in den Verhandlungen über den britischen EU-Ausstieg "den besten Brexit-Deal" auszuhandeln. Sie wolle "sicherstellen, dass wir die Kontrolle über unser Geld, unsere Gesetze und unsere Grenze zurückerlangen, und dass wir Handelsabkommen mit dem Rest der Welt unterzeichnen können", sagte May.

Wichtig sei aber auch die britische Innenpolitik, fügte die Premierministerin hinzu. "Ja, wir wollen den Brexit richtig machen, und daran arbeiten wir. Aber daneben arbeiten wir auch an den Schlüsselfragen, die für die Menschen alltäglich von Bedeutung sind." Über dabei erzielte "Erfolge" müsse mehr gesprochen werden.

May steht wegen der schwierigen Brexit-Verhandlungen mit der EU massiv unter Druck - auch bei den Austrittsbefürwortern in ihrer eigenen Partei. Am Dienstag hatte das britische Oberhaus mit der Debatte über das Brexit-Gesetz begonnen. Mit dem Gesetz wird der Eintritt Großbritanniens in die EU rückgängig gemacht, EU-Regeln werden in britisches Recht übertragen.

Bei den Beratungen über das Gesetz im Unterhaus hatte May im vergangenen Jahr eine empfindliche Niederlage erlitten: Teile ihrer Konservativen stimmten zusammen mit der Opposition dafür, dass das Parlament über die Brexit-Vereinbarung zwischen London und Brüssel abschließend abstimmen darf. Auch im Oberhaus werden nun zahlreiche Änderungsanträge erwartet.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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