Brent-Ölpreis erneut mit Abschlägen

Wien (APA) - Der Brent-Ölpreis hat sich am Dienstagvormittag erneut mit Abschlägen präsentiert. Der als wichtige Ölpreisbenchmark geltende Future auf die Rohölsorte Brent notierte gegen 11.00 Uhr in London bei 48,40 Dollar je Barrel (159 Liter). Am Montag notierte der Brent-Future zuletzt bei 48,84 Dollar. Damit verharrt der Preis weiter unter der Marke von 50 Dollar.

Marktteilnehmer verwiesen auf schwache Daten aus China. Die Volksrepublik wächst so langsam wie seit 24 Jahren nicht mehr: Das Wirtschaftswachstum ist 2014 auf 7,4 Prozent zurückgegangen. Im vierten Quartal wuchs China nach Angaben des chinesischen Statistikamtes wie im Quartal davor nur noch um 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit wurde das Ziel der Regierung in Peking, die ursprünglich 7,5 Prozent für das ganze Jahr angestrebt hatte, erstmals seit Ende der 1990er-Jahre knapp verfehlt.

Auch der aktuelle Wirtschaftsausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF) für heuer fällt weniger rosig aus. Trotz der niedrigen Ölpreise und der Erholung in den USA hat der IWF seine Schätzungen für das Wachstum der Weltwirtschaft 2015 um 0,3 Punkte auf 3,5 Prozent nach unten geschraubt. In China soll das Wachstum in diesem Jahr weiter auf 6,8 Prozent fallen. Auch für die Eurozone wurde der Konjunkturausblick wegen schwächerer Investitionsaussichten um 0,2 Punkte auf 1,2 Prozent verringert.

Der Preis für OPEC-Öl ist am Montag auf 43,87 Dollar pro Barrel leicht gestiegen. Am Freitag hatte das Barrel nach Angaben des OPEC-Sekretariats in Wien noch 43,40 Dollar gekostet. Der OPEC-Preis setzt sich aus einem Korb von zwölf Sorten zusammen.

Der Goldpreis zeigte sich befestigt. Im Londoner Goldhandel wurde heute gegen 11.00 Uhr die Feinunze (31,10 Gramm) bei 1.292,40 Dollar (nach 1.273,75 Dollar im Nachmittags-Fixing am Montag) gehandelt. Damit steigt das Edelmetall auf sein höchstes Niveau seit Ende August 2014. "Im Vorfeld der EZB-Sitzung am Donnerstag und der Wahl in Griechenland am Wochenende dürfte Gold auch weiterhin gut nachgefragt sein", kommentierten die Commerzbank-Analysten.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro