Brennernordzulauf - LH Platter fordert "Taten" von Deutschland

Innsbruck/Berlin (APA) - Nach der Ankündigung der Deutschen Bahn (DB), weiter an den nördlichen Zulaufstrecken für den Brennerbasistunnel (BBT) planen zu wollen, hat Tirols LH Günther Platter (ÖVP) "Taten in Deutschland" gefordert. "Die heutigen Ankündigungen der Deutschen Bahn hätten bereits vor vielen Jahren passieren müssen", kritisierte der Tiroler Landeschef am Dienstag in einer Aussendung.

Aber es sei ein Lichtblick, dass nun endlich an einer neuen Trassierung gearbeitet werde, fügte Platter hinzu. Seit Jahren habe man von deutscher Seite jedoch verabsäumt, mit der Errichtung der nördlichen Zulaufstrecke an einem "tatsächlich modernen und zukunftsweisenden Konzept zur Verlagerung des Lkw-Verkehrs zu arbeiten", meinte der Landeshauptmann.

Platter betonte zugleich jedoch erneut die Notwendigkeit von Lkw-Blockabfertigungen bei Kufstein, "bis eine effektive Infrastruktur auch auf deutscher Seite zur Verlagerung des Lkw-Verkehrs auf die Schiene vorliegt". Parallel zu den Planungen für die Zulaufstrecken müsse sich die bayrische Landespolitik aber auch um Lösungen bemühen, um den "massiven Transitansturm" einzudämmen, forderte Platter.

Dazu gehöre eine Kostenwahrheit zwischen Straße und Schiene, also die Erhöhung der Mauttarife auf der Autobahn und gleichzeitig ein verbessertes Angebot für die Rollende Landstraße. "Ich erwarte mir konkrete Lösungsvorschläge und keine weitere Kritik an unseren Maßnahmen zur Reduktion des Transits", so Platter.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder