Brenner-Transit: Italienische Frächter bringen Vorschläge aufs Tapet

Rom (APA) - Der italienische Frächterverband ANITA bemängelt, dass das Brenner-Treffen am Dienstag zu keinen konkreten Lösungen geführt hat und legt einige Vorschläge zur Reduzierung des Verkehrsaufkommens vor. So wird unter anderem die Wiedereinführung von Autozügen für den Pkw-Transport gefordert.

Zudem forderte der ANITA-Verband in einer Presseaussendung die Förderung von mit Flüssiggas betriebenen Lkw, welche den Lärmpegel halbierten und in puncto Abgas doppelt so umweltfreundlich seien wie die derzeitigen Euro 6 Motoren.

"Die punktuelle Überlastung an gewissen Tagesstunden oder an den Vorfeiertagen könnte mit der Aufweichung des Nachtfahrverbotes und neuen Technologien der Verkehrsleitung sowie einer dritten Autobahnspur von Bozen südwärts kurzfristig behoben werden.", hieß es im Schreiben des Frächterverbands.

Als "löblich" bezeichnete der Verband den Vorstoß des Gastgewerbes, Touristen dazu zu animieren, verstärkt mit dem Zug anzureisen. "Dadurch würden weniger Staus an den Tagen, an denen Lkw nicht fahren dürfen, wie Wochenende oder Feiertage auftreten", hieß es.

"Über die Brennerbahnschiene werden bereits jetzt schon dieselben Mengen wie durch den schweizerischen Gotthardtunnel transportiert. Viel mehr wird nicht mehr möglich sein", hieß es im Schreiben. Auch mit Mauterhöhungen, die nur die Wettbewerbsfähigkeit Italiens und Südtirols schwächen, oder mit der "Brechstangenpolitik" wie das Dosierungssystem werde man nicht weiter kommen. Nebenbei sei dieses wegen der künstlich erzeugten Staus "menschenverachtend gegenüber den Fernfahrern".

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne