Brenner-Transit: Bayerns Verkehrsministerin kritisiert Tirols Pläne

München (APA) - Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner (CSU) hat kein gutes Haar an den von Tirol in Sachen Brenner-Transit geplanten Maßnahmen gelassen. Die Pläne des Tiroler Landeshauptmanns Günther Platter (ÖVP) seien "sehr egoistisch", erklärte Aigner in einer Aussendung am Donnerstag. Zudem werde der EU-Grundsatz der Warenfreiheit "konterkariert".

"Es geht nicht nur um Tirol", bemängelte Aigner: "Für uns alle stellt die Luftreinheit ein hohes Gut dar." Zudem sollte Platter "im Blick haben", dass auch die Menschen im Bayerischen Inntal und in Südtirol unter dem Verkehr leiden. Tirols Landeschef nehme aber höhere Belastungen für die Menschen jenseits seiner Landesgrenzen "billigend" in Kauf, um seine Leute zu schützen, so Aigner.

Während auf dem Brenner-Gipfel Vertreter der betroffenen Länder und Regionen sowie der EU beraten hätten, wie der Transitverkehr über den Brenner stärker auf die Schiene verlagert werden könne, habe sich Platter weitere Einschränkungen für den Straßengüterverkehr in Tirol überlegt, meinte die bayerische Verkehrsministern: "Mit diesem Alleingang rückt eine gemeinsame Lösung in immer weitere Ferne".

Durch die geplanten Ausweitungen der Blockabfertigungen, des Nachtfahrverbots sowie des Sektoralen Fahrverbots befürchtete Aigner "deutliche Beeinträchtigungen für die bayerische Wirtschaft". Sie setze weiter auf eine "gemeinsame Lösung", so Aigner. Es gehe darum, mehr Güter auf der Schiene zu transportieren: "Nur wenn der Schienengüterverkehr leistungsfähiger und attraktiver wird, werden die Straßen leerer."

Frankfurt/New York (APA/dpa) - US-Aufseher haben der Deutschen Bank wegen verbotener Absprachen am Devisenmarkt eine Millionenstrafe aufgebrummt. Das Geldhaus habe einer Zahlung von 205 Mio. Dollar (178 Mio. Euro) wegen früherer Verstöße gegen New Yorker Finanzgesetze zugestimmt, teilte die dortige Finanzbehörde DFS am Mittwoch mit.
 

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Deutsche Bank muss in den USA 205 Millionen Dollar Strafe zahlen

Berlin (APA/Reuters) - Der US-amerikanische Datenverarbeiter Teradata hat Klage gegen SAP vor einem Bundesbezirksgericht in Kalifornien eingereicht. Dem Softwarekonzern werden Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen sowie Verstöße gegen das Urheber- und Kartellrecht vorgeworfen, teilte Teradata am Mittwoch mit.
 

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US-Datenverarbeiter Teradata erhebt Klage gegen SAP

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