Brenner-Transit: Bayerns Verkehrsministerin kritisiert Tirols Pläne

München (APA) - Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner (CSU) hat kein gutes Haar an den von Tirol in Sachen Brenner-Transit geplanten Maßnahmen gelassen. Die Pläne des Tiroler Landeshauptmanns Günther Platter (ÖVP) seien "sehr egoistisch", erklärte Aigner in einer Aussendung am Donnerstag. Zudem werde der EU-Grundsatz der Warenfreiheit "konterkariert".

"Es geht nicht nur um Tirol", bemängelte Aigner: "Für uns alle stellt die Luftreinheit ein hohes Gut dar." Zudem sollte Platter "im Blick haben", dass auch die Menschen im Bayerischen Inntal und in Südtirol unter dem Verkehr leiden. Tirols Landeschef nehme aber höhere Belastungen für die Menschen jenseits seiner Landesgrenzen "billigend" in Kauf, um seine Leute zu schützen, so Aigner.

Während auf dem Brenner-Gipfel Vertreter der betroffenen Länder und Regionen sowie der EU beraten hätten, wie der Transitverkehr über den Brenner stärker auf die Schiene verlagert werden könne, habe sich Platter weitere Einschränkungen für den Straßengüterverkehr in Tirol überlegt, meinte die bayerische Verkehrsministern: "Mit diesem Alleingang rückt eine gemeinsame Lösung in immer weitere Ferne".

Durch die geplanten Ausweitungen der Blockabfertigungen, des Nachtfahrverbots sowie des Sektoralen Fahrverbots befürchtete Aigner "deutliche Beeinträchtigungen für die bayerische Wirtschaft". Sie setze weiter auf eine "gemeinsame Lösung", so Aigner. Es gehe darum, mehr Güter auf der Schiene zu transportieren: "Nur wenn der Schienengüterverkehr leistungsfähiger und attraktiver wird, werden die Straßen leerer."

Peking (APA/Reuters) - Die chinesische Zentralbank will ungeachtet gestiegener Konjunkturrisiken durch den Handelskonflikt mit den USA vorerst auf größere Hilfen für die Wirtschaft verzichten. Stattdessen sollen die Finanzierungsprobleme von Unternehmen "effektiv gelindert" werden, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme.
 

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Chinas Notenbank verzichtet vorerst auf größere Konjunkturhilfen

Genua (APA/Reuters) - Nach dem Brückeneinsturz in Genua hat Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte den Autobahnbetreiber zu deutlich höheren Entschädigungszahlungen für die Opfer aufgefordert. Den vom Infrastrukturkonzern Atlantia angebotenen Betrag von 500 Millionen Euro nannte der Regierungschef in der Zeitung "Il Corriere della Sera" vom Dienstag bescheiden.
 

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Brückeneinsturz in Genua - Conte fordert mehr Geld von Betreiber

Wien (APA) - Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFT) befürchtet, dass Österreich in der Grundlagenforschung den Anschluss an die internationale Spitze verliert. Um das zu vermeiden, empfiehlt das Gremium der Bundesregierung, die im Wettbewerb vergebenen Mittel für Grundlagenforschung zu steigern. So sollte das Budget des Wissenschaftsfonds FWF um 80 bis 90 Mio. Euro jährlich erhöht werden.
 

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Forschungsrat empfiehlt mehr Mittel für Grundlagenforschung