Brenner - Platter bleibt bei Blockabfertigung auf Konfrontationskurs

Innsbruck (APA) - Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) bleibt beim Thema Lkw-Blockabfertigungen auf Konfrontationskurs. Diese würden beibehalten, "wir lassen uns weder von der italienischen Frächterlobby noch von anderen Gegnern unter Druck setzen", erklärte Platter am Donnerstag nach der Kritik des neu gewählten Präsidenten des italienischen Frächterverbandes, Fabrizio Palenzona.

Die Blockabfertigungen würden gegen das Prinzip des freien Warenverkehrs in Europa verstoßen, hatte Palenzona bekrittelt: "Daher denke ich, dass die Lkw-Blockabfertigung nur eine Drohung ist, ein Weg, um Druck zu machen". Zudem sah der neue Vorsitzende der italienischen Frächter die Blockabfertigungen als Versuch Österreichs, seine Interessen im Transportbereich zu verteidigen. Dies dürfe aber nicht auf Kosten anderer Länder passieren.

Platter sah das naturgemäß anders: "Dass die Blockabfertigungen mit dem europäischen Gesetz vereinbar sind, wurde uns bereits mehrfach bestätigt - das sollte mittlerweile nach der deutschen auch die italienische Transit-Lobby erkannt haben." Das Poltern der Frächterlobby werde "keinen Erfolg" haben. "Seit Jahren reden wir mit Deutschland und Italien über gemeinsame Lösungen und unterfertigen Absichtserklärungen. Die einzigen, die die darin enthaltenen Versprechungen erfüllen, sind wir", betonte Tirols Landeschef.

Indes zeigte sich EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Presse" (Donnerstagsausgabe) "zuversichtlich", dass es im Mai beim nächsten Brenner-Gipfel eine Lösung geben werde. Gleichzeitig warnte sie Österreich aber erneut davor, "einseitige Schritte" zu ergreifen. Zudem werde sie das Problem am 16. April mit Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) anlässlich einer Verkehrstagung in Wien besprechen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker