Breitband - Mobilfunker Drei rollt LTE-Netz in ganz Österreich aus

Alpbach/Wien - Der Mobilfunker Drei (Hutchison) hat den Ausbau seines LTE-Netzes vorerst abgeschlossen. Morgen, am 27. August, nehme man das Netz in Vollbetrieb, kündigte Drei-Chef Jan Trionow am Mittwoch in einer Pressekonferenz im Tiroler Bergdorf Alpbach an, wo am Donnerstag gleichzeitig die Technologiegespräche des Europäischen Forums Alpbach beginnen.

Am Mittwoch in der Früh sei in der Steiermark, in Vorberg bei Schladming, der letzte der 6.000 Sender auf den neuen, schnelleren Übertragungsstandard LTE aufgerüstet worden, sagte Trionow. Bereits seit dem Vorjahr bietet Drei den Datenturbo in den österreichischen Ballungszentren an.

Seit der Übernahme des Konkurrenten Orange habe man jährlich dreistellige Millionenbeträge in den Netzausbau investiert, erklärte der Drei-Chef weiter. Laut den eigenen Angaben erreicht das LTE-Netz von Drei Übertragungsraten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und 98 Prozent der österreichischen Bevölkerung. Wobei die 300 Mbit vorerst ein rein technischer Wert seien, schränkte Trionow ein.

Nächster Schritt sei, das mobile Breitbandnetz durch Glasfaser noch weiter auszubauen. Die Sendestationen sollen sukzessive an das Glasfasernetz angeschlossen werden. In der ersten, insgesamt 300 Mio. Euro schweren Tranche der Breitbandmilliarde soll dieser sogenannte "Backhaul"-Ausbau mit 100 Mio. Euro gefördert werden. Die Ausschreibungen seien für den Herbst angekündigt, so Trionow.

Ob durch den Netzausbau die Preise weiter steigen, könne aus Wettbewerbsgründen nicht gesagt werden. Man richte die Tarife kontinuierlich an den Bedürfnissen der Kunden aus, sagte der für das kommerzielle Geschäft zuständige Vorstand Rudolf Schrefl. Zuletzt waren anbieterübergreifend die Kosten für Mobilfunkverträge deutlich gestiegen.

Drei sowie die beiden anderen heimischen Mobilfunker A1 (Telekom Austria) und T-Mobile reagieren mit dem mobilen Breitbandausbau auf das immer stärker steigende Datenaufkommen im Internet. "Derzeit verdoppelt sich das Datenvolumen alle ein bis zwei Jahre", getrieben vor allem durch boomende Streamingangebote, so Schrefl.

Einer von Drei in Auftrag gegebenen Umfrage zufolge streamen 4 von 10 Internet-Nutzern mindestens einmal im Monat Videoinhalte aus dem Internet. Fast jeder der rund 1.000 Umfrage-Teilnehmer sehe sich zumindest gelegentlich Online-Videos an. Befragt wurden von marketmind Personen zwischen 16 und 60 Jahren. Die Umfrage wurde online durchgeführt.

6 von 10 Befragten fühlen sich durch eine mangelnde Internetversorgung eingeschränkt, vor allem wenn es um große Datenmengen geht. "Wir sehen starke Unterschiede zwischen Stand und Land", so Trionow. Eine schlechte Netzabdeckung sei auch ein häufiges Gesprächsthema unter Freunden und Nachbarn. 4 von 10 Betroffenen gaben an, sich zumindest gelegentlich über die mangelnde Leistungsfähigkeit des Internets auszutauschen.

Firmen seien ebenfalls betroffen. Laut Drei hat bereits jeder zehnte Unternehmer in unterversorgten Gebieten in Erwägung gezogen, wegen des Internets den Standort zu wechseln. Am Land sehen sich 62 Prozent in ihren geschäftlichen Aktivitäten eingeschränkt.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma