"Braune Flecken" bei Lkw-Hersteller in Steyr: Drei Mitarbeiter weg

Steyr/München (APA) - Nach dem Auftauchen von "braunen Flecken" im Werk des Lkw-Herstellers MAN in Steyr hat sich das Unternehmen von drei darin verwickelten Mitarbeitern getrennt. Ihre Arbeitsverhältnisse wurden einvernehmlich aufgelöst. Das berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" in ihrer Regionalausgabe für Steyr am Mittwoch.

Demnach gebe es Gerüchte, wonach sich Mitarbeiter auf dem Werksgelände mit dem Hitlergruß begrüßt hätten. Auch Nazilieder seien gesungen beziehungsweise auf Datenträgern ins Werk gebracht und am Arbeitsplatz gehört worden. Das habe die Geschäftsführung nicht toleriert. Die Dienstverhältnisse von drei Mitarbeitern seien einvernehmlich aufgelöst worden. Für einen Vorgesetzten, der von den Vorfällen gewusst haben dürfte, habe es disziplinarische Maßnahmen gegeben.

Die Firma äußerte sich gegenüber der Zeitung nur mit einem offiziellen Statement des Geschäftsführers Personal Karl-Heinz Rauscher: "Zu personalpolitischen beziehungsweise disziplinarischen Einzelmaßnahmen geben wir grundsätzlich keinen Kommentar ab." Unternehmenssprecherin Birgit Pfefferl wird zitiert, vom Hitlergruß wisse sie zwar, dass auch Nazilieder gesungen worden seien, könne sie aber nicht bestätigen. Auch Arbeiterbetriebsrat Erich Schwarz sagte mit dem Hinweis auf die Verschwiegenheitspflicht gar nichts außer: "Es hat keine Kündigungen gegeben, sondern nur drei einvernehmliche Vertragsauflösungen aus persönlichen Gründen." Braunes Gedankengut habe bei MAN jedenfalls nichts verloren, so der Belegschaftsvertreter.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht