"Braune Flecken" bei Lkw-Hersteller in Steyr: Drei Mitarbeiter weg

Steyr/München (APA) - Nach dem Auftauchen von "braunen Flecken" im Werk des Lkw-Herstellers MAN in Steyr hat sich das Unternehmen von drei darin verwickelten Mitarbeitern getrennt. Ihre Arbeitsverhältnisse wurden einvernehmlich aufgelöst. Das berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" in ihrer Regionalausgabe für Steyr am Mittwoch.

Demnach gebe es Gerüchte, wonach sich Mitarbeiter auf dem Werksgelände mit dem Hitlergruß begrüßt hätten. Auch Nazilieder seien gesungen beziehungsweise auf Datenträgern ins Werk gebracht und am Arbeitsplatz gehört worden. Das habe die Geschäftsführung nicht toleriert. Die Dienstverhältnisse von drei Mitarbeitern seien einvernehmlich aufgelöst worden. Für einen Vorgesetzten, der von den Vorfällen gewusst haben dürfte, habe es disziplinarische Maßnahmen gegeben.

Die Firma äußerte sich gegenüber der Zeitung nur mit einem offiziellen Statement des Geschäftsführers Personal Karl-Heinz Rauscher: "Zu personalpolitischen beziehungsweise disziplinarischen Einzelmaßnahmen geben wir grundsätzlich keinen Kommentar ab." Unternehmenssprecherin Birgit Pfefferl wird zitiert, vom Hitlergruß wisse sie zwar, dass auch Nazilieder gesungen worden seien, könne sie aber nicht bestätigen. Auch Arbeiterbetriebsrat Erich Schwarz sagte mit dem Hinweis auf die Verschwiegenheitspflicht gar nichts außer: "Es hat keine Kündigungen gegeben, sondern nur drei einvernehmliche Vertragsauflösungen aus persönlichen Gründen." Braunes Gedankengut habe bei MAN jedenfalls nichts verloren, so der Belegschaftsvertreter.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte