Brauer SABMiller will mit Sparprogramm Übernahme abwehren

London - Der britische Brauer SABMiller forciert zur Abwehr einer Übernahme durch Marktführer Anheuser-Busch sein Sparprogramm. Der Produzent von Bieren wie "Pilsner Urquell", "Grolsch" und "Peroni" gab am Freitag als neues Ziel aus, die jährlichen Kosten bis 2020 um mindestens 1,05 Mrd. Dollar (933 Mio. Euro) zu senken.

Bisher hatte der Konzern Einsparungen von 500 Mio. Dollar bis 2018 in Aussicht gestellt.

Damit will der Konzern die Aktionäre auf seine Seite ziehen. Prozesse sollten standardisiert werden, Bereiche wie der Einkauf unter ein Dach gebracht werden, kündigte Vorstandschef Alan Clark an. Er traf sich mit zudem Investoren, um sie davon zu überzeugen, dass SABMiller auch eigenständig genügend Potenzial habe.

Erst vor wenigen Tagen war "Beck's"- und "Budweiser"-Brauer AB InBev bei SABMiller abgeblitzt. Auch den auf zuletzt 104 Mrd. Dollar angehobenen Kaufpreis bezeichneten die Briten als noch deutlich unter dem Firmenwert. Ob der Branchenprimus sich nun direkt an die Aktionäre wenden will, ließ er bisher offen. Sollte die Megafusion zustande kommen, würde weltweit jedes dritte Bier aus einer Brauerei des fusionierten Konzerns kommen. AB InBev will mit der Übernahme vor allem seine Präsenz in Afrika ausbauen und verspricht sich dort deutliches Wachstum.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Lufthansa kann nach Einschätzung eines Experten noch in diesem Jahr mit der Genehmigung der EU-Kommission für den Kauf eines großen Teils der insolventen Air Berlin rechnen - aber nur unter harten Bedingungen. "Es wird Auflagen geben, die noch über die Abgabe von Slots hinausgehen dürften", erklärte Luftfahrtexperte Ulrich Schulte-Strathaus am Dienstag bei einer Branchenkonferenz in Frankfurt.
 

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Lufthansa muss mit harten EU-Auflagen rechnen

Dallas (Texas)/New York (APA/Reuters) - Der US-Telekomkonzern AT&T will nach dem Einspruch der US-Regierung die geplante milliardenschwere Übernahme des Medienkonzerns Time Warner vor Gericht durchboxen. AT&Ts Prozessanwalt Dan Petrocelli sagte dem Sender CNBC am Dienstag, dass das Fusionsvorhaben keine Bedrohung für die Verbraucher darstelle. Die Klage des Justizministeriums sei deshalb "töricht".
 

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AT&T-Anwalt will für Time-Warner-Kauf vor Gericht ziehen

Wien/Wels (APA) - Der oberösterreichische Industrielle Stefan Pierer hat über ihm nahestehende Gesellschaften seinen Anteil an der KTM Industries AG weiter aufgestockt. Die Pierer Industrie AG habe von Organen der KTM Industries AG sowie von der Gesellschaft nahestehenden Personen insgesamt 12,2 Mio. Aktien zu je 4,80 Euro/Aktie erworben. Das entspreche rund 5,42 Prozent des Grundkapitals.
 

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Pierer stockt bei KTM Industries auf