Brau Union - In drei Wochen ist Villacher ganz im Konzern

Linz/Wien - In drei Wochen gehört "Villacher Bier" ganz dem Brau-Union-Konzern. Da ist Hauptversammlung, wo der voriges Jahr paktierte Deal endgültig über die Bühne geht. Die Brau Union-Gruppe übernimmt nun die restlichen 50 Prozent an den Vereinigten Kärntner Brauereien (VKB, Marken Villacher, Schleppe und Piestinger). Das Okay der Wettbewerbshüter liegt seit letzter Woche vor.

Der Deal läuft ohne Barzahlungen ab, es ist ein Tauschgeschäft. Die Liegenschaften wandern zum bisherigen Hälfte-Eigentümer, einer Stiftung der Urenkelin des Villacher Brauerei-Gründers. Brau Union-Chef Markus Liebl sprach von strengen Auflagen der Kartellbehörden, da die Brau Union schon davor etwa die Hälfte des österreichischen Biermarkts kontrolliert. Eine der Auflagen: Das Unternehmen Villacher und die Brauerei muss weiter bestehen, der Verkauf muss getrennt vom Brau-Union-Verkauf laufen. Mit diesen Vorgaben müsse man eben zurecht kommen.

Schlussendlich gut zurechtgekommen ist die Brau Union - die zum Heineken-Konzern gehört - auch mit dem Geschäft im Jahr 2014. Vor allem im Juli lief es für alle Brauer ganz schwierig. Liebl sprach am Dienstag von einem der schlechtesten Sommer, an die er sich erinnern könne. Der September war dann wieder viel besser, davor hatten der warme Frühsommer und die WM für bessere Verkäufe gesorgt.

Absatz und Umsatz legten 2014 zu, über Ertragszahlen macht der Konzern traditionell keine Angaben. Ihren Inlandsbierabsatz steigerte die Gruppe um 0,9 Prozent auf 4,6 Mio. Hektoliter. Inklusive der um 10 Prozent angehobenen Exporte waren es 4,9 Mio. Hektoliter, ein Plus von 1,4 Prozent. Der Umsatz legte im Berichtsjahr um 1,5 Prozent auf 667,4 Mio. Euro zu.

Die Brau Union betreibt in Österreich acht Brauereien, mit der "verschwesterten" Villacher sind es neun. Auch im Heineken-Konzern sei man mit den Brauereien in Österreich zufrieden, sagte Liebl. Er sieht Österreich als Vorreiter auch bei "grünen" Technologien. In Wieselburg soll demnächst auch die Heineken-Konzernmarke "Desperados" abgefüllt werden.

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

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Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

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Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

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IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen