Brasiliens Arbeiterpartei in Petrobras-Skandal schwer belastet

Brasilia - Brasiliens Arbeiterpartei (PT) hat nach Aussage eines Ex-Petrobras-Managers bis zu 200 Mio. Dollar (186,25 Mio. Euro) an Schmiergeldern von dem staatlichen Ölkonzern erhalten. "Ich habe einen Anteil bekommen, und die PT hat einen anderen Teil bekommen, vielleicht 150 bis 200 Mio. Dollar", sagte Pedro Barusco am Dienstag vor einem parlamentarischen U-Ausschuss zu der Korruptionsaffäre.

Barusco hob vor allem die Rolle des PT-Schatzmeisters Joao Vaccari Neto hervor, der bereits befragt wurde. Er betonte jedoch, dass er nicht sagen könne, ob Vaccari die Gelder auf offiziellem Weg erhalten habe, da es auch einen Spendentopf für die PT gegeben habe. Vaccari selbst versicherte, dass alle Gelder für die PT aus legalen Spenden stammten.

Barusco zufolge begann die Korruptionsaffäre 2004, ein Jahr nachdem die PT an die Macht kam. Die Partei spielte anschließend eine wesentliche Rolle bei der Vergabe von Aufträgen. Bei den Ermittlungen wurden vier Dutzend Politiker ausgemacht, die in den Skandal verwickelt sein sollen. Die meisten von ihnen sind Verbündete von Präsidentin Dilma Rousseff. Die Staatschefin selbst saß dem Konzern von 2003 bis 2010 vor, betont aber, keine Kenntnis von den Vorgängen gehabt zu haben. Gegen sie wird nicht ermittelt.

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

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Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

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Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

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IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen