Brasilien reichte nach Dammbruch Milliardenklage gegen Konzerne ein

Nach einem verheerenden Dammbruch in einer Eisenerzmine hat Brasilien die beiden Bergbaukonzerne BHP Billiton und Vale auf umgerechnet 4,9 Milliarden Euro Schadenersatz verklagt. Das Geld soll für Säuberungs- und Wiederaufbau-Arbeiten nach der schwersten Umweltkatastrophe in dem Land eingesetzt worden, wie aus der am Montag (Ortszeit) eingereichten Klage hervorgeht.

"Wir werden die Verantwortlichen für die Tragödie hart bestrafen", sagte Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff zuvor auf dem Klimagipfel in Paris. Die Katastrophe sei durch das unverantwortliches unternehmerisches Handeln verursacht worden.

Anfang November war der Damm eines Abwasserbeckens der Erzgrube Germano gebrochen. Der austretende Klärschlamm begrub ein Bergdorf unter sich und verseuchte das Tal des Flusses Rio Doce. Mindestens 13 Menschen kamen ums Leben. Das Bergwerk, das der australische BHP-Konzern gemeinsam mit dem brasilianischen Konkurrenten Vale betreibt, liegt etwa 500 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro in der Provinz Minas Gerais.

Washington (APA/AFP) - Die Zahl der in extremer Armut lebenden Menschen ist nach Angaben der Weltbank abermals zurückgegangen - wenn auch langsamer als bisher. Der Anteil derjenigen, die von weniger als 1,90 Dollar (1,63 Euro) leben müssen, sank 2015 auf zehn Prozent und damit den niedrigsten Stand seit Erhebung der Daten.
 

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Kampf gegen Armut kommt laut Weltbank ins Stocken

Brüssel/Salzburg (APA) - Mit wechselseitigen Mahnungen sind Vertreter von EU und Großbritannien am Mittwoch in ihr vorletztes Gipfeltreffen vor Auslaufen der Deadline in den Brexit-Verhandlungen gegangen. Es gebe derzeit "mehr Hoffnung, aber uns läuft die Zeit davon", sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk zum Auftakt des EU-Gipfels in Salzburg. Die britische Premierministerin Theresa May forderte mehr Flexibilität der EU.
 

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Wechselseitige Mahnungen in Brexit-Verhandlungen vor Salzburg

Wien (APA) - Heute (Donnerstag) starten die richtungsweisenden Kollektivvertragsverhandlungen der Metaller. Die KV-Verhandlungen stehen heuer im Zeichen des gewerkschaftlichen Kampfes gegen das neue Arbeitszeitregime - also Zwölfstundentag und 60-Stunden-Woche. Man wolle sich zurückholen, was einem genommen worden sei, kündigten hochrangige Gewerkschaftsvertreter im Vorfeld an.
 

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Metaller-KV - Verhandlungen starten mit Forderungsübergabe