Branchenprimus Nike schwächelt im Wettlauf mit Adidas

Beaverton/Herzogenaurach (APA/Reuters) - Dem weltgrößten Turnschuh-Hersteller Nike geht im Wettlauf mit Adidas allmählich die Luft aus. Vor allem schwache Geschäfte auf dem US-amerikanischen Heimatmarkt bremsten den Branchenprimus im abgelaufenen Quartal aus. Der Umsatz trat mit 9,07 Mrd. Dollar (7,7 Mrd. Euro) fast auf der Stelle, der Gewinn brach um fast ein Viertel auf 950 Mio. Dollar ein, wie der US-Konzern am Dienstag mitteilte.

Nike setzt darauf, die schwache Nachfrage auf dem wichtigen Nordamerika-Markt mit Lieferungen ins Ausland ausgleichen zu können. Am Ziel für das Gesamtjahr, im mittleren einstelligen Bereich zu wachsen, halten die US-Amerikaner deshalb weiter fest. Adidas hatte Nike zuletzt Marktanteile mit einem Umsatzwachstum von 20 Prozent abgejagt.

Nikes minimales Umsatzplus lag zwar weitgehend im Rahmen der Erwartungen der Analysten, war aber das Schwächste seit fast sieben Jahren. Dabei kämpft der US-Sportbekleidungshersteller gleich an mehreren Fronten. Nike-Schuhe blieben immer häufiger in den Regalen stehen, deshalb kappten die Einzelhändler die Preise. Weil immer mehr Käufer zudem im Internet ordern, gingen einige Sportartikel-Ketten wie etwa Sports Authority und Sports Chalet ganz in die Knie, so dass Verkaufsstandorte wegfielen. Zugleich schwächte sich in den USA der Trend ab, zu jeder Gelegenheit Sportschuhe zu tragen.

Rund lief es für den Branchenprimus dagegen in China, wo der Umsatz um 9 Prozent zulegte. In der Region Europa, Nahost und Afrika lag das Plus im Ende August abgelaufenen Quartal bei 4 Prozent. Allerdings habe Adidas auch auf allen Auslandsmärkten beim Wachstum die Nase vorn, geben etwa die Analysten der Baader Bank zu bedenken. Adidas macht zur Zeit allerdings ein Bestechungsskandal im US-amerikanischen Basketball zu schaffen.

Nike hatte sich bereits im Juni eine Kur verschrieben, um wieder an Schlagkraft zu gewinnen. Rund zwei Prozent der Belegschaft - das sind rund 1.400 Mitarbeiter - müssen gehen. Zudem soll künftig die Zahl der Schuhmodelle sinken und schneller produziert werden. Im nachbörslichen Handel gaben Nike-Aktien am Dienstag 3,7 Prozent nach.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro