BP-Wahl: Umfragen sehen Van der Bellen weiterhin an der Spitze

Zwei Wochen vor der Bundespräsidentschaftswahl liegt der frühere Grünen-Chef Alexander Van der Bellen in aktuellen Umfragen weiterhin an der Spitze des Kandidatenfeldes. Einer OGM-Studie für die Bundesländerzeitungen zufolge folgt ihm aber Norbert Hofer (FPÖ) dicht auf den Fersen. In "Heute" hingegen führt Van der Bellen mit Abstand. Abgeschlagen sind weiterhin die SPÖ- und ÖVP-Kandidaten.

Die Bundesländerzeitungen veröffentlichten am Freitag OGM-Zahlen (1.013 Befragte, maximale Schwankungsbreite +/-3,1 Prozent; 1.4. bis 6.4.): Van der Bellen liegt dabei mit 24 Prozent in Führung, knapp dahinter rangieren Hofer mit 22 Prozent und die parteifreie Irmgard Griss mit 21 Prozent. Ihr folgen SPÖ-Präsidentschaftskandidat Rudolf Hundstorfer mit 17 Prozent und Andreas Khol (ÖVP) mit 13 Prozent - die Vertreter der Koalitionsparteien kämen damit nicht einmal in die Stichwahl. Richard Lugner erreicht zwei Prozent.

In der OGM-Umfrage wurde auch der zweitliebste Kandidat gekürt - interessant für die zu erwartende Stichwahl - und dabei kann vor allem Griss punkten. Von den Hofer-Wählern würden 28 Prozent Griss als mögliche Alternative bevorzugen, von den Khol-Wählern sind es 22 Prozent. Die Hundstorfer-Wähler tendieren mit 29 Prozent zu Van der Bellen und mit 20 Prozent zu Griss. Die Griss-Wähler wiederum tendieren mit 33 Prozent zu Hofer, 19 Prozent zu Van der Bellen. Seine Anhänger gaben mit 31 Prozent Griss als Alternativkandidatin an.

Ebenfalls an der Spitze, aber mit weit größerem Abstand, liegt Van der Bellen in einer "Unique-Research"-Umfrage für die Tageszeitung "Heute" (800 Befragte, 31.3. bis 6.4.) mit 29 Prozent. Auch hier folgen ihm Hofer mit 23 Prozent und Griss (18 Prozent). Weit abgeschlagen wieder die Kandidaten von SPÖ und ÖVP: Hundstorfer liegt bei 14 Prozent und Khol bei zwölf Prozent. Lugner erreicht vier Prozent.

Ähnliche Daten wies am Donnerstag eine Umfrage des Gallup-Instituts für die Tageszeitung "Österreich" aus (400 Befragte, 4. bis 6.4.). Der Grünen-Kandidat führt mit 26 Prozent, gefolgt von Hofer mit 23 Prozent. Griss kommt auf 21 Prozent, Hundstorfer auf 14 und Khol auf zwölf Prozent. Lugner erreicht auch hier vier Prozent.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab