BP muss Rekordsumme von 20,8 Milliarden Dollar wegen Ölpest zahlen

Der britische Energiekonzern BP muss wegen der Ölpest im Golf von Mexiko nach der Explosion der Förderplattform "Deepwater Horizon" eine Rekordsumme von 20,8 Milliarden Dollar (18,6 Mrd. Euro) an die Vereinigten Staaten, fünf US-Bundesstaaten und hunderte Kommunen zahlen. Mit der am Montag verkündeten Einigung begleicht BP die zivilrechtlichen Ansprüche der US-Regierung und der Bundesstaaten.

Die finale Summe liegt deutlich über den 18,7 Milliarden Dollar, auf die sich die US-Behörden und der Konzern Anfang Juli in einer Grundsatzeinigung verständigt hatten. "Dieser historische Vergleich ist eine starke und angemessene Antwort auf das schlimmste Umweltdesaster in der amerikanischen Geschichte", sagte US-Justizministerin Loretta Lynch. "BP erhält die verdiente Strafe und leistet entscheidende Wiedergutmachung für den Schaden, die sie der Umwelt und der Wirtschaft der Golfregion zugefügt haben."

Die Ölplattform "Deepwater Horizon" war am 20. April 2010 explodiert. Elf Arbeiter kamen ums Leben, hunderte Millionen Liter Erdöl strömten ins Meer. 87 Tage dauerte es, bis BP das Leck schließen konnte. Die Küsten von Louisiana, Texas, Mississippi, Alabama und Florida wurden verseucht, der Fischfang und der Tourismus in der Region schwer geschädigt.

Der britische Konzern muss nun 5,5 Milliarden Dollar an zivilrechtlichen Strafen unter einem Gesetz zum Gewässerschutz zahlen - laut US-Justizministerium die höchste jemals wegen einer Umweltkatastrophe verhängte Zivilstrafe. Die US-Regierung und die fünf Bundesstaaten erhalten 8,1 Milliarden Dollar Schadenersatz für Umweltschäden, zusätzlich werden 700 Millionen Dollar für noch unbekannte Langzeitschäden zurückgelegt.

Außerdem muss BP Verfahrenskosten und weitere staatliche Ausgaben in Höhe von 600 Millionen Dollar tragen. In der Gesamtsumme enthalten sind auch 4,9 Milliarden Dollar, die der Konzern den Bundesstaaten als Ausgleich für wirtschaftliche Schäden zahlt. Eine weitere Milliarde Dollar Schadenersatz ist für örtliche Behörden vorgesehen.

Das strafrechtliche Verfahren hatte BP bereits im Jahr 2013 mit einem Vergleich in Höhe von 4,5 Milliarden Dollar beigelegt. Außerdem stellte der Energieriese Milliardenbeträge für die Aufräumarbeiten sowie die Entschädigung von Unternehmen und Privatpersonen bereit. Aus dem jüngsten Quartalsbericht von BP geht hervor, dass die Ölpest im Golf von Mexiko den Konzern bisher mehr als 54 Milliarden Dollar kostete.

Hongkong/Peking (APA/Reuters) - Der chinesische Google-Rivale Baidu will laut informierten Kreisen seinen Videodienst iQiyi in den USA an die Börse bringen. Der Schritt könnte schon nächstes Jahr erfolgen, sagte ein Insider am Dienstag. Die Online-Videothek im Stil von Netflix könnte mit 8 bis 10 Mrd. Dollar (8,4 Mrd. Euro) bewertet werden, hatte Bloomberg unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen berichtet.
 

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Internetriese Baidu plant US-Börsengang für Videodienst - Kreise

Wien (APA) - Das Bundeskriminalamt (BK) hat am Dienstag vor einer neu adaptierten Betrugsmasche gewarnt. Dabei kontaktieren Betrüger telefonisch Mitarbeiter in Trafiken, Tankstellen und Postpartnerstellen und fordern die Codes von Bitcoin-Ladebons. Bitcoin ist eine Kryptowährung, ein digitales Zahlungsmittel. Bisher waren Telefonwertkarten und Bons für Online-Prepaid-Zahlungsmittel im Visier der Täter.
 

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Betrüger fordern Bitcoin-Ladebons: Polizei warnt vor Betrugsmasche

Brüssel/Luxemburg (APA) - Geschäftsreisen in der EU sind von 2007 bis 2015 um 43,7 Prozent zurückgegangen. Eurostat teilte am Dienstag mit, dass die Zahl der Geschäftsreisen von 206 Mio. im Jahr 2007 auf 116 Mio. im Jahr 2015 gesunken ist. Ursache war neben der Wirtschafts- und Finanzkrise mit geringeren Reisebudgets von Firmen auch die technische Entwicklung bei der Kommunikation.
 

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Geschäftsreisen in der EU gingen 2007-2015 um 43,7 Prozent zurück