BP-Aktionäre stimmen gegen höhere Gage für Vorstandschef

London - Die Aktionäre des britischen Energiekonzerns BP haben klar gegen die happige Gehaltserhöhung für Vorstandschef Bob Dudley gestimmt. Bei der Hauptversammlung am Donnerstag votierten fast 60 Prozent der Anteilseigner dagegen, dass Dudley fürs vergangene Jahr 13,8 Mio. Pfund (17,4 Mio. Euro) bekommt und damit 20 Prozent mehr als 2014.

BP war vergangenes Jahr tief in die roten Zahlen gerutscht und machte knapp 6 Mrd. Euro Minus.

Das Votum der Aktionäre ist nicht bindend. Es bedeutet aber eine Ohrfeige fürs Management von BP. Viele Anteilseigner waren der Meinung, die Gehaltserhöhung sei angesichts des Riesenverlustes und der Streichung von 3.000 weiteren Stellen ein schlechtes Signal.

Verwaltungsratspräsident Carl-Henric Svanberg versprach bei Eröffnung der Aktionärsversammlung zwar Reformen der Vergütungsstruktur. Die für das vergangene Jahr beschlossenen Zahlungen für den Vorstand blieben aber bestehen, sagte er.

Die Anteilseigner hatten 2014 beschlossen - damals verpflichtend -, Dudleys Pensionsansprüche zu verdoppeln. Sie stimmen alle drei Jahre über die Vergütungsstruktur ab. 2014 allerdings hatte der Ölpreis noch bei 100 Dollar pro Barrel (159 Liter) gelegen. Im vergangenen Jahr rutschte er zeitweise auf unter 40 Dollar ab.

Die Lobbygruppe Institute of Directors (IoD) hatte vor Beginn der Hauptversammlung gemahnt, die Meinung der Aktionäre zu berücksichtigen. Zwar werde BP nicht schlecht gemanagt, sondern leide nur wie alle Unternehmen der Branche unter dem niedrigen Ölpreis. "Doch der Kodex der guten Unternehmensführung ist glasklar: Die Vergütung soll direkt von der Leistung abhängen", sagte IoD-Vorsitzender Simon Walker.

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP), Walter Meischberger, Peter Hochegger und andere begab sich heute die Richterin auf die Spur einer Immobilieninvestmentvereinbarung zwischen Meischberger und dem mitangeklagten Makler Ernst Karl Plech. Die mit 2006 datierte Vereinbarung wurde laut Anklage erst im Herbst 2009 erstellt und unterschrieben.
 

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Grasser-Prozess - Richterin folgt Spur der Immoinvestvereinbarung

Wien (APA) - Die Kollektivvertragsverhandlungen der Metaller sind am Dienstag in die dritte Runde gegangen. Kurz vor Beginn der Gespräche bestätigte sich, dass die Fronten weiterhin verhärtet sind und am heutigen Verhandlungstag nicht mit einer Einigung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu rechnen sein dürfte. Für Freitag ist gegebenenfalls eine weitere Verhandlungsrunde angesetzt.
 

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Metaller-KV - Standpunkte in dritter Runde noch weit auseinander

Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Der nach einer Klage wegen Marktmanipulation vereinbarte Vergleich zwischen Tesla-Chef Elon Musk und der US-Börsenaufsicht ist perfekt. Der zuständige Richter Alison Nathan stimmte dem Kompromiss am Dienstag in New York zu, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. Dabei hatte der Starunternehmer die Aufseher jüngst noch bei Twitter verspottet.
 

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Richter stimmt Einigung zwischen Tesla-Chef und Börsenaufsicht zu