Bosch akzeptiert Millionenstrafe wegen Preisabsprachen in den USA

Gerlingen - Der deutsche Technikkonzern Bosch hat eine Millionenstrafe wegen Preisabsprachen in den USA akzeptiert. Das US-Justizministerium und der Konzern hätten sich in einem Vergleich auf eine Kartellstrafe von 57,8 Mio. Dollar (53,7 Mio. Euro) geeinigt, wie das Unternehmen und die Behörde in der Nacht zum Mittwoch mitteilten.

Bosch habe Zündkerzen, Anlasser und Sauerstoffsensoren zu überhöhten Preisen an Konzerne wie Daimler, Volkswagen, Ford und General Motors sowie den Motorgerätehersteller Stihl verkauft.

Die Vorwürfe seien auch durch unternehmensinterne Untersuchungen bestätigt worden, sagte ein Bosch-Sprecher. Es habe personelle Konsequenzen gegeben. Die fraglichen Mitarbeiter seien teilweise im Ruhestand oder arbeiteten auf Positionen ohne Kundenkontakt.

Das US-Justizministerium ermittelte seit Oktober 2011 gegen Bosch. Seit 2010 durchleuchten Wettbewerbsbehörden weltweit Autozulieferer auf wettbewerbswidrige Praktiken. Insgesamt haben sich nach Angaben des US-Ministeriums 34 Unternehmen schuldig bekannt. Sie akzeptierten Strafen von insgesamt 2,5 Mrd. Dollar. Auch die EU-Kommission hatte Anfang 2014 Untersuchungen gegen Bosch und andere Zulieferer angekündigt. Bisher gebe es dazu aber keinen neuen Stand, so der Bosch-Sprecher.

Istanbul (APA/Reuters) - Die türkische Wirtschaft ist im dritten Quartal so kräftig wie seit sechs Jahren nicht mehr gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag zwischen Juli und September um 11,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt am Montag mitteilte. Ökonomen waren von 10 Prozent ausgegangen. Damit hat sich das Wachstum im Vergleich zur ersten Jahreshälfte mehr als verdoppelt.
 

Newsticker

Türkische Wirtschaft verdoppelte Wachstum im dritten Quartal

Buenos Aires (APA/dpa) - Auf den ersten Blick steht das Spitzentreffen der WTO in Buenos Aires unter guten Vorzeichen: Der Welthandel floriert, die Handelsschranken sinken. Doch es gibt einen Spielverderber: Die Trump-Regierung, die das WTO-System anzweifelt und mit eigenen Strafzöllen untergräbt.
 

Newsticker

Freihandelsrisiko USA: Geht die Globalisierung trotz Trump weiter?

München (APA/dpa) - Der Autobauer BMW hat im November bei den Verkäufen deutlich zugelegt. Gegenüber dem Vorjahr setzte das Unternehmen weltweit mit 220.649 Fahrzeugen 5,2 Prozent mehr ab. Das teilte der Dax-Konzern am Montag in München mit. Nach elf Monaten steht nun ein Plus von 3,6 Prozent auf 2,23 Millionen Autos zu Buche.
 

Newsticker

BMW steigerte Verkaufstempo im November