Bosch gibt sich nach schwachem Jahresauftakt vorsichtig

Der Technologiekonzern Bosch rechnet in diesem Jahr mit einem verhaltenen Umsatzwachstum. Die Erlöse sollen um drei bis fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen, wie Bosch-Chef Volkmar Denner am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz in Renningen erklärte. Von Jänner bis März erzielte der Autozulieferer, Maschinenbauer und Hersteller von Haushaltsgeräten einen Erlöszuwachs von drei Prozent.

Sollte die Dynamik so schwach bleiben wie zum Jahresauftakt sei mit dieser Größenordnung auch im Gesamtjahr zu rechnen. Bosch treibt in allen Sparten das Geschäft mit vernetzten Produkten und Dienstleistungen voran. "Aus jedem Umsatz mit Hardware soll auch Umsatz mit ergänzenden Services folgen", sagte Denner. Mit Lösungen für eine vernetzte Industrieproduktion erwartet der Stiftungskonzern bis 2020 eine Mrd. Euro zusätzlichen Umsatz. Zugleich werde die eigene Produktion in den rund 250 Werken durch Software und Sensoren effizienter, so dass eine Mrd. Euro Kosten eingespart werden könnten.

Ein Milliardengeschäft soll auch die Vernetzung von Haushaltsgeräten, Sicherheitstechnik, Heizung und Klimaanlagen in Häusern werden. Für "Smart Home"-Lösungen, mit deren Hilfe die Haustechnik per Smartphone gesteuert werden kann, erwartet Bosch ein weltweites Marktpotenzial im kommenden Jahr von zehn Milliarden Euro.

2015 verdiente der Konzern, der nach der vollständigen Übernahme von zwei bisherigen Gemeinschaftsunternehmen rund 375.000 Mitarbeiter weltweit beschäftigt, vor Zinsen und Steuern 4,6 Mrd. Euro. Auf vergleichbarer Basis war das ein Plus von 24 Prozent. Der Umsatz nahm währungsbereinigt um knapp vier Prozent zu auf 70,6 Mrd. Euro, wobei vier Fünftel im Ausland erwirtschaftet werden. Die Umsatzrendite stieg um gut einen halben Prozentpunkt auf 6,5 Prozent. Im Kfz-Geschäft legte die operative Rendite des weltweit größten Autozulieferers auf 8,4 Prozent zu bei einem Umsatzplus von zwölf Prozent auf knapp 42 Mrd. Euro.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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