Bosch denkt über Beteiligung an Kartendienst Here nach

Der Autozulieferer Bosch erwägt eine Beteiligung an dem Kartendienst Here der Autokonzerne Audi, BMW und Daimler. "Es ist denkbar", sagte ein Bosch-Sprecher. Ziel sei, für alle Kunden, die Nutzer von Here seien, weiterhin Lösungen anzubieten. Das heiße aber nicht, dass eine finanzielle Beteiligung nötig sei. Man wolle sich die Möglichkeit aber offenhalten. Bosch arbeitet bereits mit dem Navi-Anbieter TomTom zusammen.

Erst vor wenigen Tagen hatte Daimler-Entwicklungschef Thomas Weber gesagt, man spreche mit Amazon, Microsoft und vielen Autobauern über eine Beteiligung an Here. Dabei gehe es sowohl um die Übernahme eines Anteils an Here als auch um technische Kooperationen.
Audi, BMW und Daimler hatten den Kartendienst von Nokia im vergangenen Jahr für rund 2,6 Milliarden Euro übernommen, auch um zu verhindern, dass Here in die Hände des Internetriesen Google gerät. Schon vor dem Kauf betonten die drei Autobauer, eine offene Plattform anbieten zu wollen, und luden Zulieferer, Konkurrenten und Unternehmen aus anderen Branchen zur Kooperation ein. Interesse bekundeten beispielsweise Daimlers Partner Renault-Nissan oder der Autozulieferer Continental.

Frankfurt (APA/Reuters) - Börsianer dürften in der neuen Woche bange Blicke nach Frankfurt werfen. Dort entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag über ihren weiteren geldpolitischen Kurs und hat damit auch das Wohl und Wehe des Aktienmarktes in der Hand. Erwartungen, dass die Zentralbank bald die Zinsen erhöht, hatten den Euro zuletzt auf ein Drei-Jahres-Hoch getrieben und den Dax zeitweise ausgebremst.
 

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EZB-Chef Draghi hält die Anleger in Atem

Bochum/Essen (APA/Reuters) - Thyssenkrupp-Gegner und -Befürworter haben sich anlässlich der Haufversammlung von Thyssenkrupp wegen der Zerschlagung des Mischkonzerns nichts geschenkt. Wie erwartet gab es scharfe Kritik von Investoren am Kurs von Vorstandschef Heinrich Hiesinger, der kein Freund einer Aufspaltung ist.
 

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Heftiger Schlagabtausch der Investoren auf Thyssen-HV

München (APA/Reuters) - Nach Schätzungen von Versicherungsmathematikern kommen auf die Assekuranz nach dem Orkan "Friederike" in Deutschland Zahlungen von rund 800 Mio. Euro zu. Das ergebe sich aus dem Modell, mit dem die Kölner Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) die Kosten von Stürmen in Deutschland berechnet, erklärte Versicherungsmathematiker Onnen Siems am Freitag.
 

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"Friederike" verursacht 800 Millionen Euro Schaden