Boreals steigerte im ersten Quartal den Gewinn

Wien (APA) - Der Kunststoff-, Chemie- und Düngemittelhersteller Borealis, an dem die OMV 36 Prozent hält, hat im ersten Quartal den Nettogewinn auf 137 Mio. Euro erhöht, nach 102 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Der Umsatz sank auf 1,988 Mrd. Euro, nach 2,256 Mrd. Euro, gab das Unternehmen am Montag bekannt.

Die Umsätze seien wegen der schwächeren Polymer-Preise zurückgegangen, diese hätten sich aber im Laufe des ersten Quartals erholt und sich positiv auf die Margen ausgewirkt, so Borealis-Chef Mark Garrett zur APA. Auch das Düngemittelgeschäft sei besser gelaufen. Das zweite Quartal sehe sehr gut aus.

Verbesserungen hätten in allen drei Profit-Centers erzielt werden können - trotz des schwachen Preisumfeldes , das im ersten Quartal negative Lagereffekte vor allem im Polyolefinbereich bewirkt habe, heißt es in der heutigen Mitteilung weiter. Die negativen Lagereffekte beziffert Borealis mit 80 Mio. Euro im ersten Quartal.

Fortgesetzt worden sei die erfolgreiche Inbetriebnahme des Megaprojekts Borouge 3 in Abu Dhabi. Ende 2014 seien der Cracker sowie drei der fünf Polyolefinanlagen angelaufen. Im ersten Quartal sei die Hochdruck-Polyethylenanlage in Betrieb genommen worden, bis zur vollen Produktion dauere es mindesten zwölf Monate. Im Jahr 2016 werde Borouge 3 mit den gesamten zusätzlichen 2,5 Mio. Tonnen in Betrieb sein, so Garrett. Borouge werde zu einem Gewinnsprung verhelfen. Die Gesamtkapazität wird durch Borouge 3 auf 4,5 Mio. Tonnen erhöht, wodurch der Standort laut Borealis zum größten integrierten Polyolefinkomplex der Welt wird.

Die Inbetriebnahme von Lagerhäusern in Tianjin (China) und Jurong Island (Singapur) sowie die Eröffnung des Borouge-3-Containerterminals zeigten, dass Borouge nun für die monatlich steigenden Liefermengen von Borouge 3 bereit sei, heißt es in der Pressemitteilung.

Insgesamt werden Borealis und Borouge - ein Joint Venture mit der Abu Dhabi National Oil Company in Abu Dhabi - über rund 8 Millionen Tonnen Polyolefinkapazität verfügen. Heuer sollen Borealis und Borouge rund 6,5 Millionen Tonnen Basischemikalien produzieren. Investiert werden in Borouge 3 insgesamt 4,5 Mrd. Euro, davon rund 500 bis 600 Mio. Euro heuer.

Wachstumschancen für Borealis sieht Garrett in Osteuropa vor allem im Düngemittelgeschäft sowie auch in Asien.

Die Funktionsfähigkeit der Ammoniak- und Pflanzennährstoffanlage sei im ersten Quartal wegen des Turnarounds im zweiten Halbjahr und wegen des laufenden Transformationsprogramms für Borealis Chimie im ersten Quartal weiter verbessert worden. Die Funktionsfähigkeit der Anlagen sei aber trotz der Ergebnissteigerung "noch nicht dort, wo wir sie im ersten Quartal gerne gesehen hätten", so Garrett laut Pressemitteilung. Der Fokus liege deshalb weiterhin darauf, "optimale Funktionsfähigkeit und Sicherheit an all unseren europäischen Standorten sowie im Rahmen der Inbetriebnahme der übrigen Anlagen des Borouge-3-Projekts sicherzustellen".

Die Nettoverschuldung sank im ersten Quartal um 132 Mio. Euro. Die Verschuldungsquote lag bei 34 Prozent, nach 48 Prozent im ersten Quartal 2014.

Paris (APA/AFP) - Unter Präsident Emmanuel Macron ist Frankreich für deutsche Unternehmen wieder deutlich attraktiver geworden: 90 Prozent der deutschen Firmen in Frankreich bewerten die Wirtschaftslage derzeit als gut oder zufriedenstellend - mehr als doppelt so viele wie vor zwei Jahren, wie es in einer am Freitag in Paris veröffentlichten Studie der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer heißt.
 

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Deutsche Unternehmen finden Frankreich wieder attraktiv

London (APA/Reuters) - Der Haushaltsstreit von Italien mit der EU-Kommission bremst am Geldmarkt die Spekulationen auf eine EZB-Zinserhöhung. Mittlerweile wird erst für Oktober 2019 damit gerechnet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) einen ihrer Schlüsselzinsen anhebt. Die Chancen für einen Schritt um zehn Basispunkte bereits im September 2019 werden dagegen inzwischen als deutlich niedriger angesehen.
 

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Erster EZB-Zinsschritt 2019 wegen Italien-Streits später erwartet

Bangalore/Santa Clara (Kalifornien) (APA/Reuters) - Der Chiphersteller Micron Technology Inc kauft seinem Partner Intel dessen Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen IM Flash Technologies ab. Dafür lege Micron Techology rund 1,5 Milliarden Dollar (1,30 Mrd. Euro) in bar auf den Tisch, teilte das US-Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Micron kauft Intel-Anteil an Joint-Venture IM Flash Technologies