Boom bei offenen Immobilienfonds - Volumen stieg 2014 auf 4,7 Mrd.

Wien - Die Vorliebe für sichere Anlageformen haben den offenen österreichischen Immobilienfonds 2014 hohe Mittelzuflüsse beschert. Durch Nettomittelzuflüsse im Ausmaß von 574 Mio. Euro stieg das veranlagte Volumen um 15 Prozent auf 4,7 Mrd. Euro. Seit Ausbruch der Finanzkrise hat sich das bei den offenen österreichischen Immobilienfonds veranlagte Vermögen beinahe verdreifacht.

Rund 200 Mio. Euro der Nettomittelzuflüsse entfielen im Vorjahr auf den Erste Immobilienfonds. Er ist hinter dem Bank Austria Real Invest mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent der zweitgrößte offene österreichische Immobilienfonds. Weitere Zuflüsse hievten den Erste Immobilienfonds Ende Februar erstmals in seiner siebenjährigen Geschichte über die Milliarden-Euro-Grenze, teilte die Erste Immobilien KAG am Dienstag mit. Seit dem Start erzielte der Fonds eine Performance von rund 23,8 Prozent.

"Ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen", so Geschäftsführer Franz Gschiegl am Dienstag in einer Presseaussendung der Erste Immo KAG. Die Nachfrage nach Wohnraum bleibe hoch und es gebe zu wenige passende Wohnungen am Markt.

Während das Angebot an interessanten Immobilien sinke, steigen die Preise, so Geschäftsführer Peter Karl. In Wien etwa seien vor allem Wohnungen zwischen 50 und 60 Quadratmetern gefragt, idealerweise mit Balkon oder Terrasse.

2015 wird die Erste Immo KAG rund 600 Wohnungen in Wien, Graz, Linz und Hamburg fertigstellen. Weitere 900 befinden sich in der Projektphase und sollen 2016/17 fertig sein.

Das Fonds-Portfolio besteht zu 69 Prozent aus Wohnungen und zu 31 Prozent aus Büro- und Geschäftsflächen. 50 Prozent davon befinden sich in Wien, 25 Prozent in Hamburg und 14 Prozent in Graz. Das gesamte Portfolio besteht aus 49 Bestands- und sechs im Bau befindlichen Wohnimmobilien mit über 3.200 Wohnungen und 300.000 Quadratmetern Nutzfläche. Der Wert des Immobilienvermögens wird mit 685 Mio. Euro angegeben.

Brüssel (APA) - Die Staatssekretärin im Innenministerium, Karoline Edtstadler, (ÖVP) hat am Montag bei einer von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) in Brüssel veranstalteten Konferenz zu Cybersecurity, betont, es sei eine Pflicht, das entsprechende EU-Gesetzespaket bis Jahresende abzuschließen. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny erklärte, dass es wöchentlich Cyberattacken auf österreichische Banken gebe.
 

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Edtstadler will EU-Cybersecurity-Paket heuer abschließen

Washington (APA/dpa) - Im eskalierenden Handelsstreit der USA mit vielen Ländern der Welt haben die Vereinigten Staaten nun ihrerseits Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingelegt. Diese richte sich gegen die Vergeltungszölle, die China, die Europäische Union, Kanada, Mexiko und die Türkei als Reaktion auf US-Sonderzölle auf Aluminium und Stahlimporte einführten.
 

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USA legen Beschwerde bei WTO gegen Strafzölle ein

Moskau/Kiew (APA) - Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat die EU aufgerufen, den Sanktionen gegen Russland ein Ende zu setzen. Es sei nicht auszuschließen, dass Italien die zum Jahresende anstehende Verlängerung der Sanktionen gegen Russland durch sein Veto stoppen werde, sagte Salvini bei einer Pressekonferenz im Rahmen seines Besuchs in Moskau am Montag.
 

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Salvini droht mit Veto gegen Verlängerung der Russland-Sanktionen