Boom bei Firmenübernahmen in US-amerikanischer Öl- und Gasbranche

130 Fusionen und Übernahmen gab es im Vorjahr in der US-amerikanischen Öl- und Gasbranche, so viele wie noch nie. Das gesamte Transaktionsvolumen betrug mehr als 52 Mrd. Euro - das hat das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) auf Basis der "Zephyr-Datenbank" des Datenhändlers Bureau van Dijk (BvD) errechnet. Schuld daran ist vor allem der niedrige Ölpreis.

Nur im Rekordjahr 2005 lag das Transaktionsvolumen mit 72 Mrd. Euro höher als 2014. Im Jahr 2013 gab es 107 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 35 Mrd. Euro.

Der niedrige Ölpreis führte vor allem im letzten Quartal 2014 zu einer Konsolidierung in der Branche. Durch fallende Unternehmenswerte seien insbesondere kleinere Marktteilnehmer zu attraktiven Übernahmekandidaten geworden, schreibt BvD in einer Aussendung vom Dienstag. Verstärkt wurde der Trend durch die zunehmende Bedeutung der Fracking-Industrie, also der Förderung von Erdöl und Erdgas aus Schiefergestein. Da diese Art der Förderung besonders teuer ist, leidet dieser Zweig der Öl- und Gasbranche besonders unter dem niedrigen Ölpreis.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma