Boni für Wall-Street-Banker sanken 2015 im Schnitt um neun Prozent

Wall-Street-Banker haben voriges Jahr die kleinsten Boni seit 2012 eingeheimst. Im Schnitt sanken die Prämien 2015 um neun Prozent auf 146.200 Dollar (133.273 Euro), geht aus einem Bericht des Rechnungsprüfers des Bundesstaates New York hervor.

"Die Wall-Street-Boni und -Gewinne sind 2015 gefallen, und spiegeln ein herausforderndes Jahr an den Finanzmärkten wider", sagte der sogenannte State Comptroller Thomas DiNapoli. "Niedrigere Erträge könnten zugleich weniger Jobs und weniger Steuereinnahmen bedeuten", fügte er mit Blick auf das laufende Jahr hinzu.

Die Summe der Prämien bei Brokern und Händlern der Börsenmitglieder sei 2015 um sechs Prozent auf 25 Mrd. Dollar zurückgegangen. Die Gewinne der Branche waren um 10,5 Prozent auf 14,3 Mrd. Dollar gesackt.

Trotz der Rückgänge entstanden 4.500 neue Jobs in der New Yorker Bankenwelt - damit stieg die Zahl dieser Beschäftigten im Jahresschnitt auf 172.400. Es war das erste Mal seit der Finanzkrise von 2007 bis 2009, dass die Branche zwei Jahre in Folge zusätzliche Stellen schuf. Allerdings liegt der Bankensektor trotz dieser Anstiege in puncto Personal immer noch acht Prozent unter dem Niveau aus Zeiten vor der Krise.

DiNapoli geht davon aus, dass auf die Wertpapierbranche Steuereinnahmen von 3,8 Mrd. Dollar der Stadt New York entfallen. Dies sei ein Anteil von 7,5 Prozent. Der gleichnamige Bundesstaat komme auf 12,5 Mrd. Dollar und damit auf einen Anteil von 17,5 Prozent.

Der Bericht gibt allerdings nur Schätzungen wider, da er nicht Aktienanteile oder andere Formen einer Entgeltumwandlung umfasst. Zudem sind auch keine Boni enthalten, die Beschäftigte außerhalb der Stadt New York bekommen.

Brüssel/Mountain View /Menlo Park (APA/dpa) - Trotz Widerständen aus anderen EU-Ländern will der französische Präsident Emmanuel Macron sein Vorhaben einer Besteuerung von Internet-Giganten vorantreiben. Er setze dabei auch auf die Zusammenarbeit mit Deutschland, sagte Macron beim EU-Gipfel in Brüssel am Freitag. Es sei ein Problem, dass große Internetfirmen in manchen Mitgliedstaaten bisher keine Mehrwertsteuer zahlten.
 

Newsticker

Macron lässt bei Steuer für Internet-Giganten nicht locker

Peking (APA/Reuters) - Die EU prüft, ob chinesische Firmen Elektro-Fahrräder in Europa nur dank unfairer Beihilfen zu Niedrig-Preisen anbieten können. Die EU-Kommission leitete am Freitag die Untersuchung einer Beschwerde ein, die der Europäische Fahrradhersteller-Verband (EBMA) Anfang Oktober eingereicht hatte.
 

Newsticker

EU prüft Dumping-Vorwürfe gegen E-Bike-Hersteller aus China

Windhuk (APA) - Der afrikanische Staat Namibia macht ernst mit Airbnb-Vermietern: Melden oder erwischt werden und ins Gefängnis gehen, heißt die neue Losung. Bis zum Jahresende kann man sich noch bei der Tourismus-Regulierungsbehörde anmelden. Der Tourismussektor trägt rund 15 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des südafrikanischen Landes bei, das etwa bei Safari-Freunden beliebt ist.
 

Newsticker

Namibia greift bei Airbnb-Vermietern hart durch