Bohrinsel-Betreiber Transocean schreibt Milliarden ab

Der Bohrinsel-Betreiber Transocean muss wegen der stark gefallenen Ölpreise seine Bilanz reparieren. Wertberichtigungen von mehr als zwei Milliarden Franken dürften Transocean erneut in die roten Zahlen drücken, teilte der Konzern in der Nacht auf Mittwoch mit.

Um den Buchverlust abzudecken, müsse das Kapital herabgesetzt werden. Auf einer außerordentlichen Generalversammlung am 29. Oktober soll der Aktien-Nennwert auf 0,10 von 0,15 Franken je Aktie gesenkt werden. Die Dividende für das dritte und vierte Quartal fällt aus. Die Aktie rauschte daraufhin bei hohen Umsätzen um bis zu 13,5 Prozent auf ein Rekordtief von 10,55 Franken ab.

Transocean vermietet Plattformen für die Förderung auf Hoher See an Ölfirmen, die ihre Investitionen wegen des Einbruchs der Ölpreise drastisch zusammengestrichen haben. Derzeit kostet das Nordsee-Öl Brent 43 Dollar - im Juni 2014 waren es noch 115 Dollar.

Schon im vergangenen Jahr hatte Transocean einen Verlust von 1,9 Milliarden Dollar eingefahren. Teuer kam den Konzern bereits die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko 2010 zustehen. Nach einem Brand sank die Plattform "Deepwater Horizon" und verursachte die schlimmste Ölpest in der US-Geschichte. Seitdem befindet sich die Aktie auf Talfahrt.

Frankfurt (APA/Reuters) - Börsianer dürften in der neuen Woche bange Blicke nach Frankfurt werfen. Dort entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag über ihren weiteren geldpolitischen Kurs und hat damit auch das Wohl und Wehe des Aktienmarktes in der Hand. Erwartungen, dass die Zentralbank bald die Zinsen erhöht, hatten den Euro zuletzt auf ein Drei-Jahres-Hoch getrieben und den Dax zeitweise ausgebremst.
 

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EZB-Chef Draghi hält die Anleger in Atem

Bochum/Essen (APA/Reuters) - Thyssenkrupp-Gegner und -Befürworter haben sich anlässlich der Haufversammlung von Thyssenkrupp wegen der Zerschlagung des Mischkonzerns nichts geschenkt. Wie erwartet gab es scharfe Kritik von Investoren am Kurs von Vorstandschef Heinrich Hiesinger, der kein Freund einer Aufspaltung ist.
 

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Heftiger Schlagabtausch der Investoren auf Thyssen-HV

München (APA/Reuters) - Nach Schätzungen von Versicherungsmathematikern kommen auf die Assekuranz nach dem Orkan "Friederike" in Deutschland Zahlungen von rund 800 Mio. Euro zu. Das ergebe sich aus dem Modell, mit dem die Kölner Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) die Kosten von Stürmen in Deutschland berechnet, erklärte Versicherungsmathematiker Onnen Siems am Freitag.
 

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"Friederike" verursacht 800 Millionen Euro Schaden