Börsianer mit größerem Konjunkturoptimismus für die Eurozone

Berlin (APA/Reuters) - Der Konjunkturoptimismus der Börsianer für die Eurozone ist zu Jahresbeginn gestiegen. Das entsprechende Barometer kletterte im Jänner um 1,8 auf 32,9 Punkte, wie das Beratungsunternehmen Sentix am Montag zu seiner Umfrage unter 929 Anlegern mitteilte. Diese schätzen die Lage so gut ein wie seit fast zehneinhalb Jahren nicht mehr und blicken optimistischer nach vorn.

"Getragen wird der Boom nicht nur von Nachholeffekten in der Eurozone, sondern vor allem von einer sehr starken Weltkonjunktur", erklärte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. "Ein so starker und synchroner Aufschwung wirft aber unweigerlich die Frage auf, wie lange dieser sich noch fortsetzen wird, ohne typische Merkmale einer Überhitzung auszubilden."

Auch in Europas größter Volkswirtschaft Deutschland zeigt das Barometer nach oben: Es kletterte um 1,0 auf 40,1 Punkte, wobei die Lage so gut eingeschätzt wurde wie noch nie. "Die Konjunktur läuft weiter auf Hochtouren", sagte Hübner. "Bislang vermisst die Wirtschaft noch nicht eine neue Regierung." Die deutsche Regierung ist nur geschäftsführend im Amt. Union und SPD verhandeln nach dem Scheitern der Jamaika-Gespräche derzeit über eine Neuauflage der großen Koalition.

Das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone ist im dritten Quartal um kräftige 0,6 Prozent gewachsen, das von Deutschland sogar um 0,8 Prozent. Bisher gehen Ökonomen davon aus, dass im Schlussquartal 2017 ähnliche Wachstumsraten erreicht werden.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker