Börsenabsturz - Rosen überrascht von Ausmaß und Tempo der Korrektur

Wien (APA) - Bank-Austria-Chefanalystin Monika Rosen kann sich den jüngsten Kurssturz an der New Yorker Börse, der weltweit auch andere Aktienmärkte nach unten gezogen hat, eigentlich nicht erklären. Ausmaß und Geschwindigkeit der Abwärtsbewegung hätten sie überrascht, "ein auslösender Grund ist nicht wirklich greifbar", meinte sie am Dienstag im Ö1-"Mittagsjournal" des ORF-Radio.

Ja, es seien davor die Aktienkursanstiege schon sehr respektabel gewesen, und auch die Renditen der Staatsanleihen hätten stark zugelegt - "aber das allein würde ich nicht für das Timing der Korrektur verantwortlich machen".

Natürlich könnten die steigenden Bond-Renditen manche auf die Idee bringen, von Aktien in Renten umzuschichten. Auch automatische Verkaufsprogramme könnten eine Rolle spielen, das greife aber als Erklärung für das Timing dieser Korrektur ebenfalls zu kurz. Die Fundamentaldaten seien eigentlich sehr gut, auch die Gewinnerwartungen.

Das Argument von Gewinnmitnahmen könnten das konkrete Timing aus ihrer Sicht auch nicht erklären, argumentierte die Bank-Austria-Chefanalystin: "Das hätte im Dezember auch schon gestimmt."

Von einer galoppierenden Inflation sei man in beiden Wirtschaftsräumen - den USA und der Eurozone - "weit entfernt", wie die jüngsten Inflationszahlen gezeigt hätten, die sogar leicht unter den Erwartungen gelegen seien.

Auch eine überhitzte Wirtschaft, wie sie vereinzelt als Grund für den Kurseinbruch genannt wurde, sieht Rosen nicht.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte