Börsen in Fernost starten mit Gewinnen in Handelswoche

Die Börsen in Fernost sind mit Gewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Trotz verhaltener Konjunkturdaten aus China setzten Investoren am Montag darauf, dass sich die zweitgrößte Volkswirtschaft hinter den USA nicht zu stark abkühlt. "Zwar zeigen die Daten eine generelle Schwäche, aber es ist klar, dass die Staatsausgaben und die Erholung auf dem Immobilienmarkt helfen, dass das Wachstum nicht zu stark nachlässt", erklärte Marktanalyst Angus Nicholson vom Devisenhändler IG Markets.

In den ersten beiden Monaten des Jahres war der Zuwachs bei der Industrieproduktion in China so schwach ausgefallen wie zuletzt während der weltweiten Finanzkrise im Herbst 2008. Am Wochenende hatte der chinesische Notenbankgouverneur Zhou Xiaochuan erklärt, die Währungshüter in der Volksrepublik würden nicht auf massive Konjunkturhilfen zurückgreifen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Trotzdem bleibe die Notenbank flexibel. In Japan zeigten die Anleger vor den Sitzungen der heimischen Notenbank sowie ihrer Konterparts in den USA und Großbritannien in der laufenden Woche mehr Risikobereitschaft. Am Dienstag wird die Bank of Japan ihr zweitägiges Treffen beenden. Jüngst hatte die EZB einerseits die Geldschleusen weit geöffnet und zugleich ein Ende der Zinssenkungen signalisiert.
Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,7 Prozent höher bei 17.233 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 1,5 Prozent auf 1379 Zähler. Auch in Taiwan, Südkorea und Australien ging es nach oben. Aufschläge verbuchten auch die Märkte in China: In Shanghai stand ein Plus von knapp 1,8 Prozent zu Buche, in Hongkong von 1,1 Prozent. Das Barometer für die asiatischen Aktien ohne Japan notierte 0,7 Prozent höher. Die Anleger hätten die anfängliche Skepsis nach der jüngsten Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) abgelegt, sagten Händler.
Bei den Einzelwerten in Japan stand der Lebensmittelhändler Life mit einem Kursplus von 4,1 Prozent im Mittelpunkt. Der Konzern hat seine Prognose für den Betriebsgewinn im Geschäftsjahr angehoben und eine höhere Dividende angekündigt. Nach unten ging es hingegen für den Klimaanlagen-Bauer Noritz. Die Deutsche Bank kappte das Preisziel und begründete dies mit den Folgen der Deregulierung des Gasmarktes in Japan für die Firma.
Der Euro legte in Fernost etwas auf 1,1158 Dollar zu. Zum Yen notierte die US-Währung leichter schwächer bei 113,76 Yen.

Frankfurt (APA/Reuters) - Börsianer dürften in der neuen Woche bange Blicke nach Frankfurt werfen. Dort entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag über ihren weiteren geldpolitischen Kurs und hat damit auch das Wohl und Wehe des Aktienmarktes in der Hand. Erwartungen, dass die Zentralbank bald die Zinsen erhöht, hatten den Euro zuletzt auf ein Drei-Jahres-Hoch getrieben und den Dax zeitweise ausgebremst.
 

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EZB-Chef Draghi hält die Anleger in Atem

Bochum/Essen (APA/Reuters) - Thyssenkrupp-Gegner und -Befürworter haben sich anlässlich der Haufversammlung von Thyssenkrupp wegen der Zerschlagung des Mischkonzerns nichts geschenkt. Wie erwartet gab es scharfe Kritik von Investoren am Kurs von Vorstandschef Heinrich Hiesinger, der kein Freund einer Aufspaltung ist.
 

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Heftiger Schlagabtausch der Investoren auf Thyssen-HV

München (APA/Reuters) - Nach Schätzungen von Versicherungsmathematikern kommen auf die Assekuranz nach dem Orkan "Friederike" in Deutschland Zahlungen von rund 800 Mio. Euro zu. Das ergebe sich aus dem Modell, mit dem die Kölner Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) die Kosten von Stürmen in Deutschland berechnet, erklärte Versicherungsmathematiker Onnen Siems am Freitag.
 

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"Friederike" verursacht 800 Millionen Euro Schaden