Börse Tokio geht mit Gewinnen ins Wochenende

Tokio (APA) - Der Tokioter Aktienmarkt ist vor dem Wochenende am Freitag mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. In den Fokus waren neben den erneut aufgefachten Sorgen um den Handelsdisput zwischen China und den USA japanische Inflationszahlen gerückt. Der gegenüber dem US-Dollar fallende Yen sorgte für Rückenwind.

Der Nikkei-225 Index schloss mit plus 0,40 Prozent bei 22.930,36 Zählern. Der Topix Index gewann 0,38 Prozent auf 1.815,25 Einheiten. 1.145 Kursgewinnern standen 813 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 98 Titel.

Die Inflations-Kernrate, bei der schwankungsanfällige Preise für Nahrungsmittel herausgerechnet werden, sei im April um 0,7 Prozent gestiegen, teilte die Regierung in Tokio mit. Der Anstieg fiel damit geringer aus, als es Experten zuvor erwartet hatten.

Am Devisenmarkt hatte sich im Verlauf der Handelssitzung der Yen gegenüber dem US-Dollar schwächer gezeigt. Zuletzt notierte die US-Währung bei über 110,80 Yen. Üblicherweise begünstigt eine schwache japanische Landeswährung den Absatz ins Ausland und somit Werte exportabhängiger Unternehmen. Toyota gewannen 0,2 Prozent, Sony stiegen um 0,5 Prozent.

Branchenseitig stützen sowohl Rohstoffwerte als auch Öl- und Gastitel den japanischen Leitindex. Leichte Einbußen erlitten dagegen Aktien der Nahrungsmittelhersteller und Stahlwerte.

Die Schwergewichte zeigten sich ebenfalls überwiegend höher: Die Maschinenbauer-Anteilsscheine von Fanuc gewannen 1,3 Prozent, jene der Uniqlo-Mutter Fast Retailing verbesserten sich um 0,5 Prozent. Softbank schlossen hingegen mit einem leichten Minus von 0,05 Prozent.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne