Boehringer Ingelheim machte 2015 in Österreich gute Geschäfte

Der deutsche Pharmakonzern Boerhinger Ingelheim hat die Betriebsleistung im Vorjahr in Österreich sowie in mehr als 30 von Wien aus gesteuerten Ländern um 2,4 Prozent auf 1,14 Mrd. Euro gesteigert. Die Gesamterlöse stiegen um 5,5 Prozent auf 760,2 Mio. Euro, gab das Unternehmen am Mittwoch bekannt.

Das Pharmaunternehmen will den Standort Wien in den nächsten Jahren stark ausbauen und um über 500 Mio. Euro eine neue biopharmazeutische Anlage errichten. Dafür benötigt der Konzern mehr als 400 zusätzliche Arbeitskräfte. Das Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna (RCV) beschäftigt derzeit rund 3.400 Mitarbeiter, 1.500 davon in Österreich.
Im Kerngeschäft der verschreibungspflichtigen Medikamente stiegen die Umsätze in der Gesamtregion um 7,6 Prozent auf 585,4 Mio. Euro. In Österreich erhöhten sich die Erlöse um 1,8 Prozent auf 79,5 Mio. Euro.
Im Bereich rezeptfreie Medikamente kam es zu einem Umsatzrückgang um 5,6 Prozent auf 127,4 Mio. Euro. Der Geschäftsverlauf sei durch Kurseffekte und der daraus resultierenden Reduktion der Kaufkraft in wichtigen Märkten wie Russland, Ukraine und Kasachstan geprägt gewesen, erläutert das Unternehmen. Anders in Österreich: Hierzulande verzeichnete Boehringer Ingelheim in diesem Geschäftssegment eine Umsatzsteigerung um 8,3 Prozent auf 14,9 Mio. Euro.
Besonders gut lief das Geschäft mit Tierarzneimitteln, wo die Erlöse um 13,2 Prozent auf 47,3 Mio. Euro stiegen. Dazu beigetragen habe insbesondere Russland, da die lokale Tierzucht aufgrund der EU-Sanktionen einen Aufschwung erlebe, heißt es.
Boehringer Ingelheim steuert sein Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, rezeptfreien Präparaten sowie Tierarzneimitteln von Österreich aus in mehr als 30 Ländern der Region Mittel- und Osteuropa, Zentralasien, der Schweiz und Israel. Von Wien aus wird zudem die gesamte klinische Forschung der Region gesteuert. Wien ist das Zentrum für Krebsforschung sowie Standort für biopharmazeutische Forschung, Entwicklung und Produktion im Konzern. Die jährlichen Forschungsaufwendungen belaufen sich auf 200 Mio. Euro.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder