Böckler-Stiftung erwartet für Deutschland verhaltenes Wachstum

Die deutsche Wirtschaft setzt ihren moderaten Aufschwung nach Einschätzung der Hans-Böckler-Stiftung bis ins nächste Jahr fort. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2016 und 2017 um jeweils 1,5 Prozent wachsen, teilte die gewerkschaftsnahe Stiftung am Mittwoch in Berlin mit.

In diesem Jahr sei vor allem die Inlandsnachfrage für die Steigerung verantwortlich - getragen durch Lohnzuwächse, die den privaten Konsum und letztlich auch die Beschäftigung antrieben. Die Exporte würden sich erst im kommenden Jahr wieder stärker beleben.

Die Arbeitslosigkeit sinkt aus Sicht der Experten trotz der starken Zuwanderung im laufenden Jahr im Schnitt noch einmal leicht. 2017 kämen wegen des wachsenden Arbeitsangebots dann etwa 160.000 Arbeitslose hinzu.

Gegenüber ihrer Prognose vom Dezember senkten die Forscher die Wachstumserwartung für 2016 leicht um 0,2 Prozentpunkte. Für 2017 gaben sie ihre erste Prognose ab. "Der Grund für die nur verhaltene Entwicklung liegt darin, dass das weltwirtschaftliche Klima rauer geworden ist und Europa seine Krisen noch nicht bewältigt hat", heißt es in dem Bericht. In Deutschland bleibe die Konjunktur relativ robust.

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