Böckler-Stiftung erwartet für Deutschland verhaltenes Wachstum

Die deutsche Wirtschaft setzt ihren moderaten Aufschwung nach Einschätzung der Hans-Böckler-Stiftung bis ins nächste Jahr fort. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2016 und 2017 um jeweils 1,5 Prozent wachsen, teilte die gewerkschaftsnahe Stiftung am Mittwoch in Berlin mit.

In diesem Jahr sei vor allem die Inlandsnachfrage für die Steigerung verantwortlich - getragen durch Lohnzuwächse, die den privaten Konsum und letztlich auch die Beschäftigung antrieben. Die Exporte würden sich erst im kommenden Jahr wieder stärker beleben.

Die Arbeitslosigkeit sinkt aus Sicht der Experten trotz der starken Zuwanderung im laufenden Jahr im Schnitt noch einmal leicht. 2017 kämen wegen des wachsenden Arbeitsangebots dann etwa 160.000 Arbeitslose hinzu.

Gegenüber ihrer Prognose vom Dezember senkten die Forscher die Wachstumserwartung für 2016 leicht um 0,2 Prozentpunkte. Für 2017 gaben sie ihre erste Prognose ab. "Der Grund für die nur verhaltene Entwicklung liegt darin, dass das weltwirtschaftliche Klima rauer geworden ist und Europa seine Krisen noch nicht bewältigt hat", heißt es in dem Bericht. In Deutschland bleibe die Konjunktur relativ robust.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab