BMW verbuchte im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch

München (APA/Reuters) - Wegen hoher Kosten für neue Technologien und Währungsbelastungen hat BMW im zweiten Quartal deutlich weniger Gewinn eingefahren und ist bei der Rendite im Autogeschäft hinter Konkurrent Audi zurückgefallen. Wie der Münchner Konzern am Donnerstag mitteilte, brach der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) in der zentralen Sparte Automobile um 14,5 Prozent ein auf gut 1,9 Mrd. Euro.

Höhere Rohstoffpreise hätten ebenfalls zu Buche geschlagen. Weil der Umsatz mit knapp 22,2 Mrd. Euro in etwa auf Vorjahresniveau lag (plus 0,1 Prozent), ging die Marge auf 8,6 Prozent zurück. Das sind weniger als die 10,1 Prozent vor Jahresfrist, weniger als von Analysten erwartet und auch weniger als bei VW-Tochter Audi, die fürs zweite Quartal 9,2 Prozent vorweisen kann.

Daimler verbuchte zwischen April und Juni in seinem Pkw-Geschäft eine operative Rendite von 8,4 Prozent. BMW bekräftigte, im Gesamtjahr in der Autosparte nach wie vor eine Ebit-Marge zwischen acht und zehn Prozent anzupeilen. Zudem bestätigten die Münchner die Ziele für den Konzern: Das Ergebnis vor Steuern soll das Vorjahresniveau erreichen oder leicht steigen, wenn die geplante Fusion der Carsharing-Geschäfte von BMW und Daimler von den Behörden freigegeben wird. Dank neuer Produkte und einer grundsätzlich positiver Entwicklung auf den internationalen Automobilmärkten blicke BMW zuversichtlich aufs Gesamtjahr, hieß es in der Mitteilung weiter.

Im zweiten Quartal sackte der Vorsteuergewinn des Konzerns um sechs Prozent ab auf 2,87 Mrd. Euro. Unterm Strich blieben 2,08 Mrd. Euro, das sind 6,1 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Analysten hatten mit noch stärkeren Rückgängen gerechnet. Der Umsatz des Autobauers gab um 2,9 Prozent nach auf 25,02 Milliarden Euro.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

Newsticker

Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

Newsticker

OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

Newsticker

Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018