Bluttest-Start-up Theranos vor dem Aus

Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Das US-Bluttest-Start-up Theranos, das einst mit Milliarden bewertet wurde und dann unter Betrugsvorwürfen zusammenbrach, steuert auf das endgültige Aus zu. Der aktuelle Plan sei, die Firma aufzulösen und das wenige verbliebene Geld an Gläubiger auszuschütten, heißt es in einer E-Mail an die Anteilseigner, die das "Wall Street Journal" am Mittwoch veröffentlichte.

Während Investoren mehrere hundert Millionen Dollar in Theranos gepumpt hatten, dürften jetzt nur noch um die 5 Mio. Dollar (4,3 Mio. Euro) zu verteilen sein.

Theranos hatte versprochen, Bluttests zu revolutionieren, weil mit der Technologie des Start-ups für Proben nur wenige Tropfen genügten. In einer der Finanzierungsrunden wurde die geheimniskrämerische Firma mit rund 9 Mrd. Dollar bewertet. Doch die angebliche Erfolgsgeschichte platzte vor drei Jahren, nachdem das "Wall Street Journal" unter Berufung auf frühere Mitarbeiter berichtete, die Technologie von Theranos funktioniere mangelhaft - und Tests würden heimlich auf Maschinen anderer Hersteller durchgeführt. Die Enthüllungen lösten Ermittlungen diverser US-Behörden aus und zuletzt wurde im Juni der Gründerin und langjährigen Chefin Elizabeth Holmes in einer Anklageschrift Betrug von Investoren und Patienten vorgeworfen.

Nachdem Deals mit Partnern wie der Drogeriekette Walgreens unter der Last der Enthüllungen zerbrachen, holte sich Theranos im vergangenen Jahr einen Kredit vom Finanzinvestor Fortress, um zumindest an der Technologie weiterarbeiten zu können. Da es Theranos jedoch nicht gelang, neue Geldgeber oder Käufer zu finden, sollen die Patente der Firma jetzt an Fortress gehen. Unter den Investoren, die viel Geld bei Theranos verloren, ist auch "Wall Street Journal"-Eigentümer Rupert Murdoch.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro