Blizzard-Mutter Tecnica peilt 500 Mio. Euro Umsatz an

Rom (APA) - Die Wintersaison beginnt und der italienische Skischuhhersteller Tecnica Group, Mutter des 2006 erworbenen österreichische Skiherstellers Blizzard, will stark wachsen. Der Familienkonzern aus der Nähe von Treviso, zu dem Marken wie Nordica, Dolomite, Lowa, Moon Boot und Rollerblade gehören, rechnet 2017 mit einem Umsatz von 370 Mio. Euro, was einem Plus von 12 Prozent gegenüber 2016 entspricht.

Das operative Ergebnis (Ebitda) soll bis Jahresende 31 Mio. Euro betragen. 94 Prozent der Produktion wird exportiert, vor allem nach Deutschland und Österreich. In einigen Jahren soll der Gruppenumsatz auf 500 Mio. Euro steigen, geht aus dem neuen Entwicklungsplan hervor, der von Tecnica-CEO Antonio Dus vorgestellt wurde. Dies soll auch mithilfe der Finanzholding Italimmobiliare um die Unternehmerfamilie Pesenti erfolgen, die 60 Mio. Euro in den Konzern investiert hat und derzeit eine 40-prozentige Beteiligung an Tecnica hält.

Die mehrheitlich im Besitz der Unternehmerfamilie Zanatta stehende Tecnica hat harte Zeiten erlebt und eine Umstrukturierung eingeleitet, die jetzt Früchte zeigt. Alle wichtigsten Marken des Unternehmens wachsen. Der Konzern will anderem mit einer Fokussierung auf die rentabelsten Marken, mit einer Neugestaltung des Vertriebssystems und einer Rationalisierung der Produktion wachsen.

Dank der Übernahme der Sportsparte von Benetton ist Tecnica in den vergangenen Jahren zur weltweiten Nummer eins in der Skiausrüstung aufgestiegen. Punkten will der Konzern vor allem mit einer starken Zentralisierung des Logistiksystems im Hauptsitz in Giavera bei Treviso. Von dort aus will der Konzern in 24 Stunden Lieferungen in ganz Europa garantieren.

Tecnicas Geschichte begann in den 60-er Jahren mit der Produktion von Bergschuhen. Weltweiten Kultstatus erlangte der von Giancarlo Zanatta entworfene Moon Boot. Im Laufe von über 50 Jahren wuchs das Unternehmen zu einem der führenden Sportartikelhersteller der Welt heran.

Frankfurt (APA/dpa) - Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt die Politik davor, Fusionen in der deutschen Bankenbranche voranzutreiben. Er wäre "vorsichtig (...) damit, Zusammenschlüsse politisch zu forcieren. Sie müssen einer betriebswirtschaftlichen Logik folgen", sagte Weidmann dem "Handelsblatt". "Wir haben nicht die Erfahrung gemacht, dass staatliche Einmischung dabei nützlich ist."
 

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Bundesbank-Chef: Politik sollte Bankenfusionen nicht forcieren

London (APA/dpa) - Die Übernahmeschlacht um das britische Medien- und Telekommunikationsunternehmen Sky zwischen dem Murdoch-Konzern 21st Century Fox und US-Kabelkonzern Comcast soll per Auktion entschieden werden. Das teilte die britische Übernahmekommission am Donnerstag mit.
 

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Murdoch gegen Comcast: Auktion entscheidet Sky-Übernahmeschlacht

Frankfurt (APA/Reuters) - Tarifabschluss in der deutschen Chemiebranche: Die 580.000 Beschäftigten bekommen im Schnitt 4,6 Prozent mehr Lohn. Die Einigung sieht Entgeltsteigerungen von 3,6 Prozent vor, wie die Gewerkschaft IG BCE nach Abschluss der zweiten Bundesrunde der Verhandlungen am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das Urlaubsgeld für Vollzeitbeschäftigte soll auf 1.200 Euro verdoppelt werden.
 

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Deutsche Chemiebranche - Löhne steigen im Schnitt um 4,6 Prozent