Blackstone erwägt Einstieg in Thomson-Reuters-Sparte

London (APA/Reuters) - Der US-Finanzinvestor Blackstone ist Insidern zufolge in Gesprächen zum Kauf der Mehrheit an der umsatzstärksten Sparte des Nachrichten- und Datenanbieters Thomson Reuters. Es gehe um die Übernahme von 55 Prozent des Bereichs Financial & Risk (F&R) für mehr als 17 Mrd. Dollar (13,73 Mrd. Euro), sagten drei mit der Sache vertraute Personen am Dienstag.

Die Sparte bietet Nachrichten, Daten und Analytik für Banken und Investmenthäuser in aller Welt. Sie steht für mehr als die Hälfte des Umsatzes im Konzern. Die internationale Nachrichtenagentur Reuters solle aber in den Händen von Thomson Reuters bleiben.

Der Verwaltungsrat von Thomson Reuters werde sich wohl noch am Dienstag treffen, um über das Angebot zu beraten, sagten die Insider. Thomson Reuters teilte am Montag mit, der Konzern sei in fortgeschrittenen Gesprächen mit Blackstone bezüglich einer Partnerschaft. Zu weiteren Details äußerte sich die Firma nicht. Eine Sprecherin für Blackstone lehnte eine Stellungnahme ab.

Käme es zu dem Verkauf, wäre dies der größte Einschnitt bei Thomson Reuters seit 2008. Damals hatte der kanadische Thomson-Konzern die britische Nachrichtenagentur Reuters für 8,7 Mrd. Pfund (9,89 Mrd. Euro) gekauft. Das waren zum damaligen Umrechnungskurs rund 17 Mrd. Dollar.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker