Blackrock - Brexit-Risiken an Märkten ungenügend berücksichtigt

Die Finanzmärkte haben nach Einschätzung des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock die Risiken eines britischen Ausstiegs aus der EU nicht ausreichend berücksichtigt. "Da könnte es etwas zu viel Selbstgefälligkeit geben", sagte Blackrock-Manager Owen Murfin am Donnerstag in London. Vorsicht sei geboten.

"Da die Aktienmärkte sehr nahe an ihren Höchstständen liegen, meine ich, es wäre vernünftig, ein bisschen Risiko rauszunehmen, weil der Ausgang des Abstimmung sehr unsicher ist."

Die Briten stimmen in zwei Wochen (23. Juni) über den Verbleib des Landes in der EU ab. Umfragen lassen bisher keinen klaren Trend für den Ausgang des Referendums erkennen.

Blackrock erklärte zudem, zur größten Sorge für Investoren hätten sich die Niedrig- und sogar Negativzinsen entwickelt, die inzwischen auf Staatsanleihen im Volumen von rund 10 Bill. Dollar (8,8 Bill. Euro) lasteten. "Die Zinssätze fangen an, richtig wehzutun", sagte der für den Bereich festverzinsliche Papiere zuständige Blackrock-Manager Stephen Cohen. "Die grenzübergreifenden Geldströme werden geleitet von der Frage, wie komme ich weg von negativen Renditen."

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