BKS Bank mit solidem Ergebnis - Wachstum außerhalb Heimmarkt Kärnten

Wien/Klagenfurt - Die börsenotierte BKS Bank AG mit Sitz in Klagenfurt hat trotz der insgesamt und besonders im Heimatbundesland Kärnten schwachen Konjunktur ihren Jahresüberschuss nach Steuern 2014 im Vorjahresvergleich um 14,8 Prozent auf 46,6 Mio. Euro gesteigert. "Daher sind wir umso stolzer auf das zweitbeste Jahresergebnis in der Unternehmensgeschichte", sagte Vorstandschefin Herta Stockbauer am Montag.

Die Marktführerschaft in Kärnten wurde ausgebaut. Ein Drittel der Exportfinanzierungen entfallen demnach im südlichsten Bundesland auf die BKS. "Auch in der Steiermark ist der Anteil mit 13 Prozent beachtlich", betonte Stockbauer bei der Bilanzpräsentation vor Journalisten in Wien. Sie beeilte sich zu betonen, das ihr Institut keine Exposures bei der Hypo-Abbaueinheit Heta hat: "Da droht uns kein Ungemach."

Selbes gelte für die frühere Hypo Österreich, die nunmehrige Anadi Bank. Das interessiere nämlich Kunden, internationale Bankpartner und institutionelle Geschäftskunden. Auch gegenüber dem Land Kärnten gebe es keine direkten Forderungen. "Das mag überraschen, ist aber so."

Den Reputationsschaden, der "mit der Sache (Heta, Anm.) verbunden ist, ist aber ein enormer - nicht nur für Kärnten, sondern für ganz Österreich", bedauerte Stockbauer. "Das zieht am österreichischen Kapitalmarkt nicht spurlos vorüber."

Dass nun damit zu rechnen sei, dass eine "Flut an Klagen auf Kärnten und auch die Republik herniederprasseln dürfte, wird nicht dazu führen, dass man ein prosperierendes Umfeld im Hauptmarktgebiet wird sehen können", so die Bankchefin. Dennoch wolle die BKS weiterwachsten. Hier seien die Steiermark, Wien, Niederösterreich, das Burgenland und die Auslandsmärkte "wesentlich". Im Ausland ist die BKS vor allem in Slowenien (12 Prozent des Gesamtgeschäfts) und Kroatien (6 Prozent) aktiv, in Italien auch, aber ohne Kreditgeschäft - mit dem man nun auch in die Slowakei expandiert.

Zu Kärnten stehe man, auch wenn das Wachstum außerhalb liege, "so weh mir das tut", bedauerte Stockbauer. "Es gibt keine Pläne uns zu verabschieden. Wir sind fest verankert und leisten unseren Beitrag in unseren Möglichkeiten, dass Kärnten zurück kommt. Jede Krise ist eine Chance, die es zu nutzen gilt", appellierte Stockbauer auch in Richtung Politik. Würden Strukturen jetzt grundlegend verändert, biete sich "vielleicht in Zukunft die Chance, dass Kärnten anderen Bundesländern einmal ein bisserl voraus sei.

Die Risikovorsorgen sind von 42,7 auf 49,5 Mio. Euro gestiegen. Der Provisionsüberschuss blieb mit 44,7 Mio. Euro konstant. Die Bilanzsumme beläuft sich auf 6,86 Mrd. Euro. Die Primäreinlagen haben mit 5,01 Mrd. Euro mit dem Kreditvolumen vor Risikovorsorge von 5,02 Mrd. Euro gleichgezogen. Der Zinsüberschuss vor Risikovorsorgen beträgt für das abgelaufene Geschäftsjahr 157,3 Mio. Euro (+7,6 Prozent).

Besonders stolz zeigte sich Stockbauer bezogen auf die harte Kernkapitalquote der BKS von 11,2 Prozent und die Eigenmittelquote von 12,0 Prozent. "Wir erfüllen die endgültigen Quoten bereits", so die Managerin.

Für heuer erwartete die Bankerin ein Wachstum im Primäreinlagenbereich. Auch die Kreditnachfrage sei im März nach einer zurückhaltenden Nachfrage im Jänner und Februar wieder angesprungen. Die Nachfrage von Wohnbaufinanzierungen sie '"immer stabil", für heuer erwarte man ein Plus von 2 Prozent wie schon im Vorjahr. Auch "investive Maßnahmen auf Firmenkundenseite - neue Vorhaben, nicht nur Ersatzinvestitionen kommen zurück". Das allerdings wiederum eher außerhalb Kärntens.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker