Bisherige Wintersaison brachte Nächtigungsplus

Wien - Obwohl aufgrund der Ukraine-Krise fast ein Drittel weniger Gäste aus Russland ihren Winterurlaub in Österreich verbrachten, können die heimischen Touristiker mit dem bisherigen Verlauf der Wintersaison durchaus zufrieden sein. Von November bis Februar stiegen die Nächtigungszahlen um 4,2 Prozent auf 46,25 Millionen, die Ankünfte erhöhten sich um 5,8 Prozent auf 12,01 Millionen.

Der Nächtigungsanstieg ist laut den vorläufigen hochgerechneten Daten der Statistik Austria vor allem auf ausländische Gäste zurückzuführen, auf die im Zeitraum November bis Februar drei Viertel der Gesamtnächtigungen entfielen. Bei den ausländischen Gästenächtigungen kam es zu einem Zuwachs von 5,6 Prozent auf 35,98 Millionen, die inländischen Gästenächtigungen fielen dagegen leicht um 0,6 Prozent auf 10,28 Millionen zurück.

Vor allem Gäste aus Deutschland (+5,8 Prozent), den Niederlanden (+11,8 Prozent), der Schweiz (+5,7 Prozent), Großbritannien (+2,2 Prozent) aber auch Belgien (+53,7 Prozent) waren für die Zunahmen verantwortlich. Dagegen ging die Zahl der russischen Gästenächtigungen um 31,7 Prozent um 0,34 auf 0,72 Millionen zurück. Insgesamt verbrachten diesmal nur mehr 155.200 Russen ihren Winterurlaub in Österreich, das waren um 67.100 oder 30,2 Prozent weniger als im Vorjahr.

Alle Hotelkategorien weisen im bisherigen Verlauf der Wintersaison höhere Nächtigungszahlen auf. In der 5- und 4-Sterne-Kategorie waren es um 4,1 Prozent mehr, in den 3-Sterne-Hotels um 2,1 Prozent mehr und in den untersten beiden Kategorien um 1,8 Prozent mehr. Privatquartiere verzeichneten Zuwächse von 0,8 Prozent, private Ferienhäuser und Ferienwohnungen um 7,1 Prozent.

Im Februar, mit rund 25 Prozent der Winternächtigungen der wichtigste Monat der Wintersaison, konnten die Beherbergungsbetriebe von den Ferienverschiebungen in Deutschland und Belgien profitieren. Insgesamt stiegen die Übernachtungen um 10,4 Prozent auf 17,18 Millionen, bei ausländischen Gästen waren es sogar 14,6 Prozent auf 13,81 Millionen.

Die deutschen Gästenächtigungen zogen um 21,1 Prozent auf 6,1 Millionen an, nachdem die Frühlingsferien in Bayern und im Saarland diesmal wieder im Februar statt im März stattfanden. Die zweitgrößte Gästegruppe, die Niederländer, zog ebenfalls kräftig um 22,1 Prozent auf 2,6 Millionen Übernachtungen an. Auch der überaus hohe Nächtigungszuwachs belgischer Gäste um 161 Prozent auf 564.700 war auf die Verschiebung der Karnevalsferien vom März in den Februar zurückzuführen. Zweistellig wuchsen auch die Übernachtungen italienischer Gäste (+18 Prozent auf 114.200).

Dagegen gingen die Übernachtungen von russischen Gästen im Februar um 50,9 Prozent und von tschechischen Gästen um 10,8 Prozent zurück. 23.700 Russen (-48,4 Prozent) und 92.100 (-2,1 Prozent) Tschechen verbrachten im Februar ihren Urlaub in Österreich.

Aber auch Polen (-7 Prozent), Rumänen (-4,7 Prozent), Schweden (-4,2 Prozent), Dänen und Briten (jeweils -1,9 Prozent) übernachteten weniger oft in den heimischen Betten. Selbst Österreicher machten im Februar weniger Urlaub, die inländischen Gästenächtigungen gingen um 4,0 Prozent zurück.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht